Strategie: Bundesregierung will Spritverbrauch drosseln

12.06.2013 13:00 Uhr
Das Bundeskabinett hat am Mittwoch eine Strategie zur Reduzierung des Spritverbrauchs im Verkehr beschlossen.
© Foto: imago/HRSchulz

Bis 2050 sollen 40 Prozent des Endenergieverbrauchs im Verkehr eingespart werden, unter anderem durch spritverbrauchsärmere Modelle, Elektroautos sowie den Einsatz neuer Wasserstoff- und Brennstofftechnologien.

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch eine Strategie zur Reduzierung des Spritverbrauchs im Verkehr beschlossen. Derzeit ist der Verkehr für 30 Prozent des Energieverbrauchs verantwortlich und verursacht 20 Prozent der CO2-Ausstöße.

Bis 2050 sollen 40 Prozent des Endenergieverbrauchs im Verkehr eingespart werden, unter anderem durch spritverbrauchsärmere Modelle, Elektroautos sowie den Einsatz neuer Wasserstoff- und Brennstofftechnologien. Zudem sollen Biokraftstoffe die Abhängigkeit vom Erdöl reduzieren. Im Luftverkehr soll verstärkt Biokerosin zum Einsatz kommen, und im Schiffsverkehr soll statt auf Schweröl mehr auf Diesel und verflüssigtes Erdgas gesetzt werden.

VDA befürwortet Biokraftstoff-Förderung

Der Automobilhersteller-Verband VDA befürwort die geplante Forschungsförderung für Biokraftstoffe der zweiten Generation, das öffentliche Beschaffungsprogramm für energieeffiziente Fahrzeuge und die Weiterführung der Initiativen "Nationale Plattform Elektromobilität" und "Nationales Innovationsprogramm Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie". "Die Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung kann einen wertvollen Beitrag dazu leisten, die sehr anspruchsvollen CO2- und Energieeinsparziele zu erreichen", sagte Präsident Matthias Wissmann.

"Wir begrüßen es, dass Erdgas im Rahmen der Strategie gestärkt werden soll und eine transparente Kraftstoffkennzeichnung angestrebt wird. Der Steuersatz von Erdgas und Autogas muss differenziert werden. Denn neben den alternativen Antriebsformen spielen auch die neuen Kraftstoffe eine wichtige Rolle beim Streben nach kontinuierlicher CO2-Reduktion", so Wissmann. Die Bundesregierung hatte angekündigt, eine verlängerte, aber degressive Steuerermäßigung zu prüfen.

Die Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie soll in regelmäßigen Abständen nachjustiert werden und ist von der Bundesregierung als lernende Strategie geplant. In den kommenden drei bis vier Jahren investierten laut Wissmann Hersteller und Zulieferer rund zwölf Milliarden Euro in die Entwicklung alternativer Antriebe. Das entspräche 40 Prozent der Investitionen in den gesamten Antriebsstrang. (dpa/se)

Die vollständige "Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung" können Sie unten in der Infobox ("Mehr im Netz") abrufen.

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KOMMENTARE

Michael Kühn

12.06.2013 - 11:40 Uhr

"Bundesregierung will Spritverbrauch im Verkehr drosseln"; - dann könnte man ja die SUV´s, Vans und andere PS-Boliden verbieten und den "Einheitstrabbi/Wartburg" wieder einführen... - Bio-Sprit/Kerosin ??? - ergo ein Weitermachen mit dem Raubbau an den landwirtschaftlichen Flächen durch Monokulturen ...? (Jeder Formel 1-Wagen, militärische Fzg./Flugzeuge benötigen eine ganze Menge Kraftstoff nur für Trainings)Wird unsere Bundesregierung langsam immer "grüner" (hinter den Ohren"...)Neue Technologien sind sicher dringend erforderlich, aber bittesehr nicht in Anlehnung an die alte + "optimierte" Erdöl/Erdgas-Energieerzeugung. Erdgas ist auch nicht unbegrenzt zur Verfügung ... - Die Suche nach der "eierlegenden Wollmilchsau", ist eine Aufgabe/Technologie, die eine Regierung unabhängig vom Lobbyismus in Angriff nehmen sollte... (Noch so ein paar unausgegohrende Gedankengänge und dann haben wir wirklich ein "armes" Deutschland ...)


metz

12.06.2013 - 17:43 Uhr

wer drosselt unsere Politker und ihr Unfähigkeit


XXX

12.06.2013 - 21:10 Uhr

Klar,Spritsparen ist in.... Ich freue mich wenn alle Politiker mit dem 1Liter Auto zu Ihren Terminen fahren. Liebe Politiker bitte merken - ein gutes Vorbild ist fast durch nichts zu ersetzen!


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