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BMW-Chef Norbert Reithofer: Tausende Arbeitsplätze werden gestrichen.
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"Streichkonzert" zum Jahreswechsel
BMW streicht im kommenden Jahr trotz eines Rekordabsatzes tausende von Arbeitsplätzen. Der Großteil der Stellen soll in Deutschland abgebaut werden. Der Stellenabbau ist Teil des milliardenschweren Sparprogramms, mit dem der Autobauer seinen jahrelangen Margenverfall stoppen will. "Betriebsbedingte Kündigungen sind derzeit nicht geplant", sagte ein BMW-Sprecher am Freitag in München. Der Konzern bestätigte, dass mehrere tausend Arbeitsplätze wegfallen. In Branchenkreisen wurde eine Zahl von 8.000 Stellen als "nicht unplausibel" bezeichnet. Damit wurde ein Bericht des "Spiegel" bestätigt. Betroffen seien vor allem Leiharbeiter, betonte der Konzern. Ihr Anteil ist vor allem im Leipziger Werk besonders hoch. Auch in der Stammbelegschaft sind aber größere Einschnitte geplant. Derzeit hat BMW gut 107.000 eigene Beschäftigte. BMW steuert auch in diesem Jahr auf einen Rekordabsatz und – bereinigt um einen Sondereffekt – auch auf einen Rekordgewinn zu. Bei der Umsatzrendite ist der Konzern aber hinter andere Premiumhersteller zurückgefallen. Daher hatte der neue Konzernchef Norbert Reithofer angekündigt, dass in den nächsten Jahren insgesamt sechs Mrd. Euro eingespart werden sollen. Die IG Metall nannte den angekündigten Stellenabbau bei BMW "nicht überraschend". Da BMW zudem im nächsten Jahr u.a. beim 7er die Produktion umstelle, sei es nicht ungewöhnlich, dass die Zahl der Leiharbeiter reduziert werde. Der Betriebsrat des Leipziger Werkes rechnet nicht mit einem gravierenden Stellenabbau. Es gelte die Betriebsvereinbarung "Arbeitszeitkonto", die beinhaltet, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben könne. Die bayerische Staatsregierung appellierte an BMW, den Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich zu gestalten. Nach Einschätzung von Wirtschaftsministerin Emilia Müller (CSU) zeigen die Abbaupläne, dass die Autoindustrie schon genug unter hohen Rohstoffpreisen und schwachem Dollar zu leiden habe. (dpa)
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(Foto: Lennart Preiss/ddp)
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