Samstag, 26.05.2012
13.02.2008
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Gewinnsprung 2007

Streiff bringt PSA-Konzern nach vorn

Der zweitgrößte europäische Autobauer PSA Peugeot Citroën ist mit seinem Sanierungsprogramm CAP 2010 wieder auf rentablem Wachstumskurs. 2007 sei der Überschuss auf 885 Millionen Euro gestiegen nach 183 Millionen im Vorjahr, sagte Konzernchef Christian Streiff am Mittwoch in Paris. Der Umsatz wuchs um 7,1 Prozent auf 60,61 Milliarden Euro. "2008 werden wir mit jeweils fünf neuen Modellen in China und Südamerika weiter beschleunigen", sagte Streiff. Der Markt nahm die Zahlen positiv auf: Die PSA-Aktie stieg am Vormittag in Paris um gut fünf Prozent auf 50 Euro. Die Familie Peugeot hatte Streiff Anfang 2007 als Sanierer zu PSA geholt, nachdem der Manager als Airbus-Chef das Sparprogramm "Power8" angeschoben hatte. Streiff legte bei dem Autokonzern das Programm CAP 2010 auf, das eine Modelloffensive und den völligen Umbau der Fertigung vorsieht. Mit Erfolg: Bereits im ersten Jahr stieg das operative Ergebnis um 56,6 Prozent auf 1,75 Milliarden Euro. Die operative Marge verbesserte sich von zwei auf 2,9 Prozent und soll im laufenden Jahr 3,5 Prozent erreichen. Für 2010 sind sechs Prozent angestrebt. 2010 will PSA zudem mit einem Diesel-Hybridauto einen Markstein auf dem europäischen Automarkt setzen. Der Familienkonzern steigerte den Autoabsatz 2007 von 3,37 auf 3,43 Millionen Fahrzeuge. Dabei konnte PSA erstmals seit 2002 auch in Westeuropa wieder um 1,2 Prozent auf 2,32 Millionen Fahrzeuge zulegen. 2010 soll weltweit die Marke von vier Millionen Fahrzeugen geknackt werden. Die Zahl der Mitarbeiter wurde 2007 von 211.800 auf 207.800 verringert. Davon arbeiten 135.345 in der Autosparte und 59.765 beim Zulieferer Faurecia. Für die Umstrukturierung wurden 632 Millionen Euro Sonderlasten verbucht. Mit Kooperationen zum Erfolg Die Autosparte wuchs um 6,5 Prozent und trug 47,46 Milliarden Euro zum Umsatz bei. Der konzerneigene Autozulieferer Faurecia dehnte den Umsatz um 8,7 Prozent auf 12,66 Milliarden Euro aus. PSA hält in Europa 13,8 Prozent des Marktes und wird nur von der VW-Gruppe übertroffen. Bei leichten Nutzfahrzeugen ist PSA mit 18,8 Prozent Marktführer. Jeder dritte Wagen wird außerhalb Westeuropas verkauft. Die Familie Peugeot hält im Konzern mit 30,27 Prozent der Aktien 45,4 Prozent der Stimmrechte. Statt auf Übernahmen setzt der Konzerne auf punktuelle Kooperationen. Mit BMW habe PSA "eine sehr gute Partnerschaft, mit der wir eine Führungsposition bei sparsamen Benzinmotoren bekommen", sagte Streiff. (dpa)

 
 
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