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China wird einer Studie zufolge als Automarkt immer wichtiger.
Studie
China baut Vorsprung als wichtigster Automarkt aus
Die etwas geringeren Wachstumsaussichten in den kommenden Jahren können China einer Studie zufolge nicht den Status als wichtigster Automarkt der Welt streitig machen. Im Gegenteil: Die Unternehmensberatung Oliver Wyman nimmt an, dass das Reich der Mitte für die Branche als Absatz-, aber auch als Produktionsregion immer bedeutender wird. In ganz Asien dürfte bis zum Jahr 2025 über die Hälfte aller Autos hergestellt werden, schreiben die Experten in einer am Dienstag veröffentlichten Analyse. Zentrale Standorte für entsprechende Investitionen sollen auch künftig in China sowie im ebenfalls aufstrebenden Indien liegen.
"Diese Dominanz in Absatz und Produktion wird sich in den nächsten Jahren verstärken", heißt es in dem Papier mit Blick auf China. Doch nicht nur die Zuwachsraten, auch die absolute Zahl der im Inland hergestellten Fahrzeuge soll in dem Riesenreich kräftig zulegen.
Mittelfristig dürfte China als Fertigungsort an der Seite Indiens an das Niveau Westeuropas oder Nordamerikas herankommen, schreiben die Experten. Die Weltmarktanteile der beiden Staaten sehen die Berater im Jahr 2025 bei 30 beziehungsweise elf Prozent. Derzeit kommt der chinesische Markt der Untersuchung zufolge auf 23, der indische auf fünf Prozent.
In den bevorstehenden zwölf Jahren können in Asien im jährlichen Schnitt rund fünf Prozent mehr Autos verkauft werden, schätzen die Berater. Dabei entfalle ein Großteil auf China: "Der chinesische Automobilabsatz wird sich im gleichen Zeitraum von heute rund 19 Millionen Fahrzeugen etwa verdoppeln." In Indien könnten es sogar deutlich mehr sein, hier ist – bei einem noch geringeren Volumen auch für die deutschen Hersteller – von einer Vervierfachung die Rede.
Wachstum auch in Europa
Oliver Wyman erwartet, dass dagegen Westeuropa bis 2025 wohl nur ein durchschnittliches Wachstum von drei Prozent pro Jahr erreicht. In Nordamerika gehen die Experten von zwei und in Japan sowie Südkorea von knapp einem Prozent Wachstum aus.
Bei der Forschung und Entwicklung werden die Europäer dagegen die Nase vorn behalten, glauben die Branchenbeobachter. Die Schwellenländer holten zwar auf, insgesamt gebe es jedoch keinen Grund zur Schwarzmalerei: "Europa ist nach wie vor eine Wachstumsregion und ein attraktiver Automobilmarkt." (dpa)
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