Donnerstag, 02.09.2010
12.04.2010
AMI 2010
Suzuki-Vertriebschef Wysocki: "Wir fordern keine Glaspaläste."

Suzuki plant einstufiges Händlernetz
Von Bernd Dohrmann

Nach der Kündigung der Händlerverträge (wir berichteten) strebt Suzuki in Deutschland ein Netz von 480 bis 510 Handelspartnern in einem exklusiven Vertriebssystem an. 92 Prozent der bisher 480 Partner hätten einen "Letter of Intend" mit dem Angebot zur weiteren Zusammenarbeit erhalten, erklärte Thomas Wysocki, General Manager Sales Automobile beim Bensheimer Importeur, anlässlich der Leipziger Automesse AMI (bis 18. April). "Es wird ein einstufiges Suzuki-Händlernetz in Deutschland geben, B-Händler werden nur dort eingesetzt, wo der A-Händler dies ausdrücklich wünscht." Niederlassungen des Importeurs seien nicht geplant.

Die neuen Verträge stehen derzeit auf den regionalen Händlertagungen der Suzuki International Europe GmbH im Mittelpunkt. Wie bereits gemeldet, hatte das Unternehmen alle Händlerkontrakte zum Ende 2010 gekündigt, auf Basis der von der EU-Kommission erwarteten Vorgaben sollen dann die neuen Verträge einvernehmlich mit dem Suzuki-Händlerverband formuliert werden.

Die Anforderungen an die künftigen Partner sollen nicht überzogen werden: Wysocki: "Wir fordern keine Glaspaläste, freuen uns aber, wenn Händler in die Marke und in uns Vertrauen haben und investieren wollen." Schon in den vergangenen Jahren hatte Suzuki Wert auf ein leistungsfähiges Netz gelegt. Laut dem Manager haben die Vertragspartner 2009 im Durchschnitt mehr als 100 Neuwagen verkauft.

"Erfreuliches Wachstum"

Mit 51.198 Neuzulassungen hatte Suzuki im Jahr der Abwrackprämie ein neues Rekordergebnis in Deutschland erreicht, während der weltweite Absatz aufgrund einiger schwächelnder Exportmärkte um zwei Prozent zurückgegangen war. Für das gute Abschneiden auf dem deutschen Markt gab es diverse Gründe: "Händler und Importeur hatten einen hohen Neuwagenbestand, was eine schnelle und gute Verfügbarkeit bedeutete. Auch der neue Alto hat ohne zusätzliche Maßnahmen beigetragen, hinzu kam das erfreuliche Wachstum beim Vitara", sagte Wysocki.

Für das laufende Jahr peilt der japanische Autobauer in Deutschland 35.000 Neuzulassungen bzw. 1,3 Prozent Marktanteil an. Eine zentrale Rolle nimmt mit erwarteten 11.000 Neuzulassungen der Swift ein, bei dem im September 2010 ein Generationswechsel ansteht.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Mit mehr Qualität auf dem Weg zum Vollsortimenter

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

13. April 2010 11:11
Heinz Kretschmer meint:
.....mit Spannung warte man ab wie sich mittelfristig
das Volkswagen Engagement auswirkt?Wer bleibt dann
wohl auf der Strecke!
Heinz M. Kretschmer

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