Samstag, 04.02.2012
02.09.2010
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KBA

Talfahrt auf deutschem Automarkt hält an

Dem deutschen Automarkt fehlt weiter der Schwung. Im August seien hierzulande rund 200.885 Pkw neu zugelassen worden und damit 27 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, teilte das Kraftfahrt-Bundesamt am Dienstag in Flensburg mit. Der Absatzniveau von 2008 wurde um 6,3 Prozent verfehlt. In den ersten acht Monaten des Jahres sind damit in Deutschland 1.907.104 Millionen Pkw verkauft worden – knapp 29 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Prämienjahres 2009.

"Die Ergebnisse zeigen, dass der Pkw-Markt wie erwartet zurückgegangen ist. Deutlich wird auch, dass ohne Umweltprämie der Austausch alt gegen neu verlangsamt wird", kommentierte Volker Lange, Präsident des Importeurverbandes VDIK. Nach wie vor seien ca. 9,5 Millionen Pkw der Schadstoffklasse Euro-2 oder schlechter unterwegs. Dies biete noch ein "beachtliches Potential für einen verbesserten Klimaschutz".

Nach amtlichen Angaben standen – im Gegensatz zu kleineren Fahrzeugen – Sportwagen (plus 64,9 Prozent) und Geländewagen (plus 31,3 Prozent) stark im Fokus der Neuwagenkäufer. Die Obere Mittelklasse und Oberklasse legten leicht zu. Über 70 Prozent der neuen Pkw erfüllten bereits die Euro 5-Norm. Trotz des Rückgangs an kleineren Wagen sank der durchschnittliche CO2-Wert auf 150 g/km. Der Dieselanteil lag im August bei 39,3 Prozent. 54,6 Prozent der Pkw wurden für gewerbliche Zwecke zugelassen, rund 40 Prozent kamen laut VDIK von jenseits der Grenze.

Audi und Porsche im Plus

Nur wenige Hersteller und Importeure steigerten ihre Zulassungen. Bei den deutschen Marken machte Audi 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr gut. Porsche profitierte von der starken Nachfrage nach Sport- und Geländewagen und verkaufte 64,2 Prozent mehr Autos. Aufwärts ging es auch für die britischen Schwestermarken Land Rover (plus 63,1 Prozent ) und Jaguar (plus 43,9 Prozent). Der Mitsubishi-Absatz wuchs um 30,9 Prozent, Subaru kam auf eine Steigerung um 13,2 Prozent.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Gebrauchtwagen und Nutzfahrzeuge im Aufwind – Robuster Export

 
 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

03. September 2010 07:47
Bernd Schmelzeisen meint:
Was habt ihr vor einigen Wochen geschrieben? Da lief es SUPER, alle waren begeistert und auf einmal .... alles vorbei. So ist es, wenn die unsinnige "Umweltprämie (ein sinnloses Geschenk einer Regierung, welche nicht nur von der Kfz-Branche Null Ahnung hat)" ausläuft. Was wollt ihr jetzt, eine neue "Umweltprämie" oder wollt ihr entlich eure Hausaufgaben machen, ihr Hersteller und Händler? Keiner jammert so viel wie ihr!


03. September 2010 06:24
E.Kühlwetter (wallibelli) meint:
Auch im nächsten Jahr werden die Auswirkungen der Abwrackprämie noch spürbar sein. Die 2010er Zulassungen zeigen eindeutig, die Prämie hat zu relevanten vorgezogenen Neuwagenkäufen geführt. Mehr als mancher erwartet hatte. Dennoch können wir 2010 mit 2.7 Mio. +/- 20.000 rechnen. Unterstellt man für 2011 knapp 3.0 Mio. liegt der 4 - Jahresdurchschnitt 2008-2011 bei 3.2 Mio. Damit ist die Branche im Mittelfristvergleich in D-Land stückzahlmäßig gut durch die Krise gekommen.

Die von Herrn Lange angesprochenen 9,5 Mio. "Stinker" sind fast alle in privater Hand. Deren Km-Leistung liegt bekanntlich bei ca. 10 - 11000 p.a. Mit Tendenz je älter der PKW desto weniger. Die Hersteller geben inzwischen selbst zu, ein Neuwagen mit weniger als 10.000 km p.a. ist in seinen Gesamtkosten unwirtschaftlich. Beim Kunden ist das längst angekommen. Also müßte, da sich dieser Kreis scheinbar kein sauberes Auto leisten kann, Vater Staat bzw. Mutti Merkel ihnen wieder unter die Arme greifen. So klingt es zwischen den Zeilen im Artikel an. Seltsame Auffassung von Marktwirtschaft.

PS: In dieser Woche teilten die Kfz-Versicherungen mit, 34 % aller Fahrzeugmodelle stufe man ab 2011 in höhere HF und /oder Kaskoklassen ein. Das packt man zu der vor Wochen angekündigten allgemeinen Prämienerhöhungen noch drauf. Schöne teure Autowelt.


02. September 2010 15:18
Hans Sachs meint:
Hört man da bei Herrn Lange ein verstecktes Winzeln nach einer neuen "Umwelt"-Prämie? Nun müsste man ja meinen, dass sich auch der letzte in der Branche ein objektives Bild vom Sinn dieses Steuerverschwendungshammer gemacht hat - und dann schon wieder so etwas?!!? Gerade, dass es im Neu- UND Gebrauchtwagen-Verkauf und in der Werkstatt in unserem Unternehmen wieder normalisiert abläuft, soll der Staat schon wieder in den freien Makt eingreifen?

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