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Tarifstreit: Warnstreiks im Kfz-Handwerk NRW
Rund 10.000 Beschäftigte des Kfz-Handwerks haben am Dienstag nach Angaben der IG Metall in mehr als 40 Städten Nordrhein-Westfalens für einen neuen Tarifvertrag demonstriert. Die Warnstreiks richteten sich gegen Überlegungen der Arbeitgeber, keinen neuen Flächentarifvertrag mehr abzuschließen. Darüber will am Mittwoch in Essen eine außerordentliche Mitgliederversammlung des Verbandes des Kfz-Gewerbes Nordrhein-Westfalen beraten. "Nur der Flächentarifvertrag ist fair für alle. Wir fordern die Arbeitgeber auf, mit uneingeschränktem Mandat wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren", sagte der IG Metall-Bezirksleiter in NRW, Detlef Wetzel, in Dortmund. In Kfz-Werkstätten und Autohäusern in NRW sind rund 85.000 Menschen beschäftigt. Der Arbeitgeberverband bezeichnete die Warnstreiks als "deutlich überzogene Reaktion". "Es ist noch gar nichts entschieden", sagte Verbandsgeschäftsführer Marcus Büttner in Düsseldorf. Er bestätigte, dass der Zentralverband des Kraftfahrzeuggewerbes den Landesverbänden empfohlen habe, keine Tarifverträge mehr mit der IG Metall abzuschließen. "Wir sehen das in NRW aber differenzierter", so Büttner. "Die Diskussion unter den Mitgliedern geht dahin, dass an dem Flächentarifvertrag festgehalten werden soll – mit einem klaren Auftrag an den Verband, die Tarifstrukturen zu modernisieren." Die Tarifverhandlungen waren in der dritten Runde Anfang März auf Wunsch der Arbeitgeber ausgesetzt worden. Die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. (dpa)
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(Foto: Kfz-Gewerbe, Archiv, AHO-Montage)
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