Samstag, 26.05.2012
10.01.2008
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Indischer "Volkswagen"

Tata stellt billigstes Auto der Welt vor

Der indische Mischkonzern Tata hat am Donnerstag in Neu Delhi das billigste Auto der Welt präsentiert. Konzernchef Ratan Tata sagte bei der vielbeachteten Weltpremiere auf der Autoexpo in der indischen Hauptstadt, der "Nano" werde in der Basisversion ohne Mehrwertsteuer und Transport wie geplant 100.000 Rupien oder umgerechnet gut 1.700 Euro kosten. Tata sprach von einem "Meilenstein". Der von Tata auch "Volksauto" genannte Viertürer, dessen Erscheinungsbild auf den ersten Blick an den Smart erinnert, soll frühestens im Oktober auf den indischen Markt kommen. Vier Menschen sollen komfortabel in ihm Platz finden. Nach Herstellerangaben erfüllt der Wagen die Euro-4-Norm und die indischen Sicherheitsstandards. Der Nano wird mit einem 33 PS starken 623-Kubikzentimeter-Zweizylindermotor angetrieben, der im Heck untergebracht ist. Das Auto soll weniger als fünf Liter Benzin auf 100 Kilometer verbrauchen. Die Basisversion des 3,10 Meter langen, 1,50 Meter breiten und 1,60 Meter hohen Autos kostet rund die Hälfte des nächstgünstigen Pkw und etwa das Doppelte eines Motorrades in Indien. Ratan Tata sagte, die Höchstgeschwindigkeit des Wagens werde etwas über 100 Stundenkilometer liegen. Der Konzernchef erklärte, in den ersten zwei, drei Jahren nach der Einführung des Nano werde der Fokus auf Indien liegen. Das Unternehmen erwägt aber, den Wagen zu einem späteren Zeitpunkt auch in Europa, Südostasien und Afrika auf den Markt zu bringen. Man führe Gespräche mit dem Kooperationspartner Fiat, berichtete der Konzernchef. Tata ist der größte private Konzern auf dem Subkontinent. Indien ist nach China der weltweit am stärksten wachsende große Automarkt. Experten schätzen, dass der Pkw-Absatz in Indien von 1,2 Millionen im vergangenen Jahr bis 2018 auf drei bis vier Millionen steigt. Tata Motors hat große Expansionspläne. Derzeit verhandeln die Inder mit Ford über die Übernahme der zu dem US-Konzern gehörenden britischen Traditionsmarken Jaguar und Land Rover.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Lob aus Deutschland

 

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