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Ford erzielt mit dem Verkauf weit weniger als die Hälfte des Preises, den der Konzern einst für die beiden Marken zahlte.
Verkauf von Jaguar und Land Rover
Tata zahlt Ford 2,3 Milliarden Dollar
Bei den britischen Traditionsmarken Jaguar und Land Rover sitzt künftig der indische Autobauer Tata Motors am Steuer. Der mit Milliardenverlusten kämpfende US-Konzern Ford verkauft die beiden Branchen-Ikonen für 2,3 Milliarden Dollar in bar an den rasch expandierenden indischen Hersteller. Tata Motors sorgte erst zu Jahresbeginn mit dem 1.700-Euro-Auto "Nano" für Aufsehen. Erstmals übernimmt damit ein indischer Hersteller einen großen westlichen Autobauer. Der zweitgrößte US-Autobauer hatte die zwei britischen Firmen mit 16.000 Beschäftigten Mitte vergangenen Jahres zum Verkauf gestellt. Die Nobelmarke Jaguar fährt Experten zufolge seit Jahren in den roten Zahlen, während der Geländewagenbauer Land Rover profitabel ist. Ford erzielt bei dem Verkauf weit weniger als die Hälfte des Preises, den der Konzern einst für die beiden Marken zahlte. Seither soll Ford zudem rund zehn Milliarden Dollar investiert haben. Der US-Konzern zahlt im Gegenzug zum Kaufpreis überdies nochmals bis zu rund 600 Millionen Dollar in die Pensionsfonds von Jaguar und Land Rover ein und unterstützt Händler noch bis zu ein Jahr lang finanziell. Die britischen Gewerkschaften begrüßten den Zuschlag für Tata vor allem wegen der Jobgarantien. Für die Beschäftigten in mehreren Werken in Mittelengland seien keine wesentlichen Veränderungen zu erwarten, versicherten Tata Motors und Ford. Die beiden Konzerne hatten seit Monaten verhandelt, der Zuschlag für den bevorzugten Bieter Tata war erwartet worden. In einem Bieterrennen stach Tata den ebenfalls indischen Autobauer Mahindra & Mahindra sowie Finanzinvestoren aus.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Weiterhin enge Bindung zu Ford
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(Foto: Jaguar Deutschland/Archiv/AHO-Montage)
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