Karmann: Teil der Belegschaft wartet auf Lohn

14.04.2009 00:41 Uhr
Bis zu sechs E-Prototypen soll Karmann künftig produzieren.
© Foto: Kai-Uwe Knoth/ddp

Nach Gerüchten um eine Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens hat die Bank in der vergangenen Woche die Auszahlung gestoppt. Der Insolvenzverwalter ringt um eine Lösung. Trotz Pleite wird weiter an einem Elektroauto getüftelt.

Teile der Belegschaft des insolventen Cabrio-Herstellers Karmann warten noch auf ihren Lohn für März. Nachdem es Gerüchte um eine Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens gegeben habe, habe die Bank in der vergangenen Woche die Überweisung von Löhnen gestoppt, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters Ottmar Hermann am Dienstag. "Die Gehälter wurden überwiesen, die Auszahlung der Löhne abgebrochen." Angaben darüber, wie viele Mitarbeiter davon betroffen seien, machte er nicht. Hermann versuche, in Gesprächen mit der Bank das Problem zu lösen. Auch bemühe er sich, möglichst rasch die Voraussetzungen für das Insolvenzgeld zu schaffen, das die Lohnzahlungen für die kommenden drei Monate sichert. Das Insolvenzgeld werde von der Agentur für Arbeit gezahlt, sagte der Sprecher. Allerdings müsse eine Perspektive zur erfolgreichen Weiterführung des Unternehmens nachgewiesen werden. In der kommenden Woche will Karmann gemeinsam mit dem Energieversorger EWE aus Oldenburg bei der Hannover Messe das Modell eines Elektroautos präsentieren. Trotz der Insolvenz bleibe es bei diesem Termin, bekräftigte ein Karmann-Sprecher. Karmann will für EWE bis Oktober bis zu sechs Prototypen des Elektroautos bauen. Laut "Welt am Sonntag" soll die Sportlimousine E3 mit einer Reichweite von 150 Kilometern und einer Geschwindigkeit von 140 km/h nicht nur für den Stadtverkehr, sondern auch für Pendler geeignet sein. Der Akku sei anders als bei Modellen anderer Entwickler nicht im Innenraum, sondern im Unterboden untergebracht.

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