Samstag, 26.05.2012
15.10.2009
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Verhandlungspoker

Opel-Verkauf vertagt

Gezerre um Opel bis zur letzten Minute: Unmittelbar vor der für Donnerstag geplanten Unterzeichnung des Kaufvertrags durch den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna und Alteigentümer General Motors (GM) ist es erneut zu Verzögerungen gekommen. Nun wird das Geschäft nach dpa-Informationen wahrscheinlich erst in den kommenden Tagen besiegelt. Es sei möglich, dass der Übernahmevertrag "diese Woche unterzeichnet werden kann", sagte GM-Chef Fritz Henderson. Die Verhandlungen zur künftigen Mitbestimmung der Opel-Arbeitnehmer wurden unterbrochen, die Gespräche in Spanien mit Betriebsräten und Regierung machen nur langsam Fortschritte. Und in Brüssel warnte die EU-Kommission vor einem Alleingang ohne Genehmigung der 4,5 Milliarden Euro schweren Staatshilfen durch die Wettbewerbsbehörde: "Falls die Kommission herausfinden sollte, dass die EU-Regeln nicht eingehalten werden, kann das Geld nicht ausgezahlt oder muss zurückgezahlt werden." Nach dpa-Informationen konnten letzte Unstimmigkeiten bei der Einigung Magnas mit den Arbeitnehmervertretern nicht ausgeräumt werden. Zudem suchten Magna und GM Formulierungen für den Passus über die Milliardenhilfen in dem 800 Seiten starken Vertragswerk, die den Anforderungen Brüssels gerecht werden. Das komplexe Dokument muss vom Notar verlesen werden. "Der Vertrag ist zu 99 Prozent fertig. Es gibt im Moment nichts, woran das Geschäft noch scheitern könnte", sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person. Der Vertrag könne in den kommenden Tagen unterzeichnet werden, möglicherweise bereits an diesem Freitag. Noch Klärungsbedarf Zuvor muss allerdings eine Einigung zwischen den Opel-Betriebsräten und Magna gelingen. Derzeit gibt es bei den Gesprächen zur Mitarbeiterbeteiligung noch eine Reihe offener Punkte, die sich "nicht sofort klären lassen", wie es aus Verhandlungskreisen hieß. Zwar kann das Geschäft auch ohne die Genehmigung der Milliarden-Staatshilfen durch die Europäische Kommission abgeschlossen werden. Die EU-Kommission wies Magna aber auf die ihrer Ansicht nach fehlende Rechtssicherheit hin. EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes habe keine genauen Informationen über das Finanzpaket, sagte Kroes' Sprecher.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Geschäftsabmachung auf "eigenes Risiko" – Franz trifft Kroes

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

20. Oktober 2009 13:13
Gregor Wulf meint:
Für mich gibt es nur eins,Opel könnte zusammen mit Mercedes überleben.Sonst sehe ich keine Zukuft für Opel,in ein oder zwei Jahren stehen die Opellaner wieder da und haben kein Geld!!Opel könnte sehr gut
den Markt mit Agila,Corsa und dem Astra abdecken.
Der Isignia würde dann sicher wegfallen. Arbeitsplätze kostet es sowieso
Mit Maga oder Mercedes oder,oder


16. Oktober 2009 11:14
Peter Burg meint:
Es ist wahrhaft nur noch lächerlich und gleicht dem Peitschen auf die toten Gäule. ("New")Opel hat keine Zukunft und das wird auch durch Strohsack-Magna nicht anders sein, da beisst die Maus keinen Faden ab. Der geneigte Käufer wendet sich nun einmal anderen Marken zu.


15. Oktober 2009 14:33
Hans von Ohain meint:
Bitte stellen Sie doch endlich die Berichterstattung über OPEL ein. Das, was uns hier seit Monaten vorgeführt wird, ist ja noch nicht einmal Schmierentheater. Erst gestern hieß es, heute werde der Vertrag geschlossen. Heute heißt es wieder, das muss verschoben werden. Das ist der totale Nonsens.

Diese Branche steht vor gewaltigen Herausforderungen. Und wir werden hier mit solchem Unfug gefüttert.

Wenn ich Berichterstattung auf diesem Niveau haben möchte, kann ich mir jeden Tag am Kiosk die BLÖD-Zeitung kaufen.

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