Samstag, 26.05.2012
11.07.2007
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Thema: Konzentrier Dich!

Der Anteil der 50 größten Automobilhändlergruppen am gesamten Neuwagenabsatz in Deutschland ist im Jahr 2006 auf 14,3 Prozent gestiegen (2005: 13,4 Prozent). Insgesamt haben sie im Jahr 2006 knapp 500.000 Neuwagen abgesetzt, was einem Zuwachs von rund elf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zu diesem Ergebnis kommt eine umfangreiche Studie des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) an der Hochschule Nürtingen-Geislingen über den Konzentrationsprozess im deutschen Automobilhandel. An der Spitze der Neuwagenverkaufszahlen in Deutschland liegt die Emil-Frey Gruppe in Stuttgart. Die deutsche Tochter des Schweizer Multimarkenhändlers hat im vergangenen Jahr 43.423 Neuwagen in Deutschland verkauft. Es folgen die AVAG Holding in Augsburg (35.168) und die Deutsche Automobilhandels Holding in Berlin (33.600). Eine zunehmende Bedeutung auf dem deutschen Markt hätten ausländische Händlergruppen. So wird das Wachstums-Ranking von holländischen Kroymans-Gruppe angeführt. Sie steigerte ihre Neuwagenverkaufszahlen im vergangenen Jahr in Deutschland um 75 Prozent auf 8.774 Einheiten. Die United Auto Group (UAG) liegt mittlerweile bei rund 28.500 verkauften Neuwagen in Deutschland. In den USA ist die UAG mit insgesamt 184.000 verkauften Neuwagen die zweitgrößte Händlergruppe. Die größte in Deutschland ansässige Automobilhändlergruppe ist nach wie vor die AVAG in Augsburg, die allerdings nicht nur in Deutschland, sondern auch in Kroatien, Österreich, Polen und Ungarn tätig ist. Sie erzielte insgesamt ein Absatzvolumen von 73.300 Neu- und Gebrauchtwagen und einen Umsatz von rund einer Mrd. Euro. Ein besonders hohes Wachstumstempo weist die Wellergruppe mit Sitz in Berlin auf, deren Neuwagenabsatz im vergangenen Jahr um 42 Prozent auf rund 16.200 Einheiten gestiegen ist. Die Wellergruppe ist nicht nur der größte Toyota- und BMW-Händler Deutschlands, sondern mit gut 30.000 Fahrzeugen mittlerweile auch der größte Gebrauchtwagenhändler hierzulande. Kündigungswelle im Jahr 2008? Das Auslaufen der Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) könnte bereits im kommenden Jahr eine weitere Kündigungswelle zur Folge haben, heißt es weiter. So rechnet das IFA-Institut mit einem Rückgang der Zahl der Automobilhändler von heute 9.800 auf 8.000 im Jahr 2010. Die Konsequenz des sich abzeichnenden weiteren Konzentrationsprozesses werde sein, dass sich die Machtverhältnisse in der Automobilindustrie zugunsten des Handels verschieben und es zu einer zunehmenden "Amerikanisierung" des Automobilvertriebs komme. (AH)

 
 
 
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