7-Tage-Rückblick
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Thomas Geck, Schadenchef der HUK Coburg, sagt, dass alleine 2011 circa 70.000 Glasschäden gesteuert wurden.
Schadenmanagement
Thomas Geck gibt Ausblick auf die HUK K&L Welt 2012
Dass sich die Marktbedingungen 2011 weiter verschärft haben, macht Thomas Geck im schon traditionellen Vorweihnachts-Gespräch mit AUTOHAUS-SchadenBusiness deutlich. Dem Chef für Kfz-Schadenmanagement und die Schadenaußenstellen (SAS) der HUK-Coburg drücken vor allem Themen auf den Magen, die auch seine 1.220 Reparatur-Partnerbetriebe betreffen. Oder besser gesagt, die freien Betriebe aus dem etwa fifty-fifty zusätzlich mit Marken-Autohäusern gefüllten Netz. Was ihn und seine Vorstände umtreibt, bringt das folgende Interview zum Ausdruck:
Lobbyisten und Systemgeber
AH: Die Komplexität im Automobilbau ist auch in der Reparatur eine Heraus-
forderung vor allem für überfabrikatlich arbeitende freie K&L Betriebe. Welche Strategien haben Sie dafür, Herr Geck?
T. Geck: Wie Sie ja wissen, beschäftigen wir uns seit Jahren intensiv mit diesen Themen. Dafür betreiben wir auch klare, politische Lobbyarbeit für die freie Werkstattwelt. Wie unser Vorstand Klaus-Jürgen Heitmann bereits 2010 auf dem AUTOHAUS-Schadenforum ausgeführt hatte, füllen wir mehr und mehr unsere Rolle als Systemgeber für alle Partnerbetriebe und im Besonderen die freien Werkstätten der HUK-Coburg mit belastbaren Inhalten.
70.000 gelenkte Glasschäden 2011
AH: Können Sie das näher beschreiben?
T. Geck: Nehmen wir zum Beispiel die Reparaturqualität. Hierauf achten wir sehr genau und qualifizieren – übrigens auch unter Einbeziehung des KTI – unsere Partnerbetriebe in neuen Reparaturverfahren oder führen sie – mitsamt entsprechendem Know-how – an neue Geschäftsfelder heran. Autoglas ist ein typisches Beispiel dafür. Und natürlich die dahinterstehende Zahl an gesteuerten Schäden, damit sich das Investment für unsere Betriebe rechnet. 70.000 Glasschäden alleine in 2011 dürften für sich ein deutliches Zeichen sein!
5-Sterne-Qualitätsversprechen
AH: Welche Vorteile ergeben sich für Ihre Kunden dadurch?
T. Geck: In diesem Zusammenhang ebenfalls wichtig ist mir der Hinweis auf die 5-Sterne-Qualität, die wir mit unseren Werkstätten vereinbart haben. So erfüllen diese – egal, ob es die freien Meisterwerkstätten oder die Markenbetriebe sind – allesamt hohe Qualitätsstandards, die durch Dekra regelmäßig zertifiziert werden. Reparatur nach Herstellervorgabe mit Originalersatzteilen und eine Fünfjahres-Garantie sowie Qualitätssicherung vor Ort durch eigene Sachverständige und Kundenzufriedenheitsbefragungen sind die weiteren Qualitätskriterien. All das zusammen verstehen wir unter dem Versprechen der 5-Sterne-Premiumqualität unserer Werkstätten. Die Qualitätskontrollen werden wir ab 2012 übrigens auch für unsere Kooperationspartner VHV, Hannoversche, Aachen Münchener, Gothaer, Generali, Asstel, Cosmos Direkt, Janitos, Concordia und Debeka mit übernehmen, welche ebenfalls das Werkstattnetz nutzen.
Vorsicht vor Trittbrettfahrern
AH: Wie gut sehen Sie sich und Ihre Partnerbetriebe für den weiteren
scharfen Wettbewerb gerüstet?
T. Geck: Nachdem wir hier ein in sich schlüssiges Konzept entwickelt und aufgebaut haben, vom Grundsatz her sehr gut. Eine Entwicklung, die uns nachhaltig nicht gefällt, ist die Tatsache, dass einige Wettbewerber ohne vergleichbare Volumina unser Preisniveau einfordern und einige Betriebe dieser Forderung auch noch nachkommen. Diese Entwicklung ist vor allem für die Betriebe gefährlich, weil wir gezwungen sind, den Preisabstand neu zu überdenken.
Was uns in diesem Zusammenhang immer überrascht, ist die Tatsache, dass vergessen wird, dass sich unser Preismodell von anderen (Inklusivpreisen) unterscheidet. Sei es, dass wir Holen und Bringen extra bezahlen, in Kasko auch den Ersatzwagen und vor allem, dass wir klare Umsatzversprechen geben, an denen wir uns bei den Select-Betrieben messen lassen. Oder nehmen Sie den Investitionskostenzuschlag, den wir in diesem Jahr an viele Betriebe, die in ein von uns definiertes Werkzeugset investierten, bezahlt haben. Die Betriebe sind aus unserer Sicht klar gefordert, sich über eine Volumenstaffel unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Preismodelle Gedanken zu machen.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: "Haben wirtschaftliche Kraft und sind hoch verlässlich"
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