Freitag, 25.05.2012
02.07.2010
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Innovation Group

Thomas Kettner weg und Matthew Whittall wieder Deutschland-Chef

Thomas Kettner, bis Ende Juni Vorstandsvorsitzender von Innovation Group Deutschland, ist am gestrigen Donnerstag "auf eigenen Wunsch" aus dem Unternehmen ausgeschieden, um eine eigene Firma aufzubauen, die aber nichts mit der Unfallbranche zu tun habe. Dies gab gestern Matthew Whittall, CEO Zentraleuropa der IG, gegenüber AUTOHAUS-Schaden§manager bekannt. Damit bestätigte er offiziell die Gerüchte, die unsere Redaktion seit rund zwei Wochen erreichten und sich immer mehr verdichtet hatten. Gleichzeitig mit dem Ausscheiden Kettners übernimmt Whittall in Stuttgart wieder die alleinige Führung auch des deutschen Unternehmens. Zur Seite stehen ihm im Führungsboard die beiden Vorstände Jürgen Schmitt, Steffen Struwe sowie Ralf Eisenhauer als Direktor Sales & Marketing Central Europe und IT-Chef Tobias Hüttner.

"Ich habe zu meinem alten Job zurückgefunden, obwohl ich mehrmals die Chance gehabt hätte, nach England zurückzukehren, um bei unserer Konzernmutter Verantwortung zu übernehmen", so Whittall wörtlich. Nun habe er sich "aber endgültig für Deutschland entschieden", wo er sich zusammen mit seiner Frau, seinen beiden hier geborenen Kindern und "auch generell in meinem Job und in der Branche sehr wohl" fühle. Die Unternehmen und Märkte in Spanien und Frankreich, welche im Zuge der Nobilas-Übernahme aufgebaut werden mussten, seien inzwischen stark genug, so Whittall, "um auf eigenen Beinen stehen zu können". Seine Arbeit in diesen Märkten sei damit erledigt, weshalb er sich nun intensiv um den deutschen Markt und Belgien, das er noch mit verantwortet, kümmern könne. Im Vergleich mache Belgien derzeit allerdings lediglich fünf und Deutschland 95 Prozent des Umsatzes aus, womit auch hier die Prioritäten eindeutig für den deutschen Markt gesetzt sind.

Angesprochen auf die eigentlich für den 1. Juli erwarteten neuen Verträge für die 680 deutschen IG-Partnerbetriebe sagte Whittall, dass diese "im Grunde fertig sind", sich aber noch "in finaler Abstimmung mit dem Beirat" befänden. In den vier im laufenden Monat Juli noch anstehenden Regionalkonferenzen möchte Matthew Whittall die Inhalte mit den Betrieben direkt erörtern. Anschließend sollen die Verträge offiziell ausgegeben werden und rückwirkend auch ab 1. Juli 2010 Gültigkeit besitzen. Die Gespräche mit der ARGE-IG "laufen gut, ich bin sehr zufrieden mit der Art der Kommunikation und insofern auch angenehm überrascht", betonte der neue deutsche Vorstandschef.

In der Vergangenheit habe man schlichtweg "zu wenig miteinander gesprochen", wobei auf der anderen Seite auch die Mitglieder der ARGE-IG verstanden hätten, "wo es bei uns drückt". Whittall sah es gegenüber AUTOHAUS-Schaden§manager denn auch als "eine gute Entscheidung, dass im Beirat sowohl Vertreter der ARGE, als auch der Versicherer" befindlich seien. Den Beirat sah er als wichtiges Instrumentarium dafür, auch noch diejenigen Punkte zu klären, bei denen man sich im Moment noch nicht endgültig einigen konnte.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: >"Wir haben eine klarere Einschätzung von den Betrieben und deren Sorgen"

 
 
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