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Thomas Schaaf will BMW verklagen
Laut einem Fernsehbericht hat Werder Bremen-Trainer Thomas Schaaf zusammen mit Geschäftspartnern einen Millionenschaden durch ein Autohaus-Investment erlitten. Er und seine drei Partner hatten 1,5 Million Euro in zwei BMW-Autohäuser in Kirchwalsede und Verden gesteckt – drei Jahre nach dem Kauf fühlen sich die Investoren vom Hersteller übers Ohr gehauen. Nun will die Gruppe gerichtlich gegen den Münchner Konzern vorgehen.
BMW habe vor dem Kauf die Bilanzen der Autohäuser geschönt. So habe der BMW-Vertriebsmann die Zahlen der Stammkunden mehr als doppelt so hoch angegeben als sie tatsächlich gewesen seien, sagte Schaaf gegenüber "Spiegel TV". Diesen Schluss lassen auch interne Papiere zu, die dem Fernsehmagazin vorliegen.
Außerdem soll der Hersteller den Investoren verschwiegen haben, dass der Vorbesitzer der Autohäuser systematisch bei Leasingverträgen betrogen hatte. Die Münchner hätten im Zuge der Kaufverhandlung nichts von den Unregelmäßigkeiten erwähnt und auch danach noch gesagt, "dass sie nichts davon wussten", erklärte Schaafs Geschäftspartner Volker Hoos in dem Beitrag. Später habe Hoos jedoch Akten gefunden, die das Gegenteil nahe legen.
BMW erklärte auf Anfrage, es sei "eine unerfreuliche Tatsache, dass Mitarbeiter und der Inhaber des Autohauses – teilweise unter aktivem Zusammenwirken – mit den Kunden Leasingverträge manipuliert hatten". Das Nachsehen hätten nicht nur die Gesellschafter des Autohauses Hoos, sondern auch BMW selbst, sagte eine Sprecherin. "Gemeinsam mit der Geschäftsleitung haben wir uns mit zahlreichen Maßnahmen bemüht, wirtschaftlichen Schaden abzuwenden." Zu den weiteren Vorwürfen gab das Unternehmen vor dem "Hintergrund der Klageandrohung" keine Stellungnahme ab. "Wir führen den Dialog mit unseren Vertragspartnern grundsätzlich direkt und nicht über Medien bzw. Öffentlichkeit", so die Sprecherin. (rp)
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(Foto: David Hecker/ddp)
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