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Bei einem Fahrtest der US-Zeitschrift "Consumer Reports" brach das Heck des Lexus GX 460 aus.
Geländewagen
Toyota stoppt Verkauf des Lexus GX in den USA
Toyota hat nach dem negativen Fahrtest eines einflussreichen US-Magazins den Verkauf seines Geländewagens Lexus GX 460 in den USA vorerst gestoppt. Der Generalmanager in den USA für die Luxusmarke Lexus, Mark Templin, schrieb in einer E-Mail am Dienstagabend: "Wir nehmen die Situation sehr ernst". Toyota nehme die Angelegenheit "sehr ernst" und sei entschlossen, den Missstand abzustellen. Die Lexus-Händler in den USA seien angewiesen worden, das Modell nicht weiter zu verkaufen.
Betroffen ist das Modell 2010. Toyota hat in diesem Jahr knapp 4.800 GX 460 in den USA verkauft. Besorgten Kunden stellt der Konzern auf Wunsch einen Leihwagen. Zu Unfällen ist es nach Angaben des japanischen Herstellers bislang aber nicht gekommen, auch die US-Behörde für Verkehrssicherheit hat keinerlei Beschwerden vorliegen. Sie hat sich ebenfalls in den Fall eingeschaltet. Toyota betonte, der Geländewagen entspreche den Sicherheitsanforderungen der USA. Gleichzeitig versprach das Unternehmen, den Test des Magazins wiederholen zu wollen.
In Deutschland wird der Lexus GX 460 nicht angeboten. Beim baugleichen, aber schwächer motorisierten Schwestermodell Toyota Landcruiser sind laut Importeur bislang keine Probleme bekannt.
Bei einem routinemäßigen Fahrtest des "Consumer Reports" war das Heck des Wagens ausgebrochen (wir berichteten). Der Fahrer konnte dank des Eingriffs des elektronischen Stabilitätsprogramms den Wagen aber abfangen. Trotzdem vertrat das Magazin die Meinung, dass die Situation im richtigen Straßenverkehr zu einem Überschlag hätte führen können.
Unter Druck
Die Reaktion des japanischen Autobauers ist nur vor dem Hintergrund der großen aktuellen Rückrufwelle mit weltweit 8,5 Millionen Wagen zu verstehen. Normalerweise wäre ein derartiges Testergebnis wohl kein Grund für einen Verkaufsstopp. Geländewagen sind in schnell gefahrenen Kurven wegen ihres hohen Schwerpunktes generell weniger stabil als normale Pkw. Das ESP soll dieses Manko ausgleichen – und hat das beim GX offenbar auch getan. (dpa/mid/hh)
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(Foto: Toyota)
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