Samstag, 26.05.2012
14.04.2010
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Geländewagen

Toyota stoppt Verkauf des Lexus GX in den USA

Toyota hat nach dem negativen Fahrtest eines einflussreichen US-Magazins den Verkauf seines Geländewagens Lexus GX 460 in den USA vorerst gestoppt. Der Generalmanager in den USA für die Luxusmarke Lexus, Mark Templin, schrieb in einer E-Mail am Dienstagabend: "Wir nehmen die Situation sehr ernst". Toyota nehme die Angelegenheit "sehr ernst" und sei entschlossen, den Missstand abzustellen. Die Lexus-Händler in den USA seien angewiesen worden, das Modell nicht weiter zu verkaufen.

Betroffen ist das Modell 2010. Toyota hat in diesem Jahr knapp 4.800 GX 460 in den USA verkauft. Besorgten Kunden stellt der Konzern auf Wunsch einen Leihwagen. Zu Unfällen ist es nach Angaben des japanischen Herstellers bislang aber nicht gekommen, auch die US-Behörde für Verkehrssicherheit hat keinerlei Beschwerden vorliegen. Sie hat sich ebenfalls in den Fall eingeschaltet. Toyota betonte, der Geländewagen entspreche den Sicherheitsanforderungen der USA. Gleichzeitig versprach das Unternehmen, den Test des Magazins wiederholen zu wollen.

In Deutschland wird der Lexus GX 460 nicht angeboten. Beim baugleichen, aber schwächer motorisierten Schwestermodell Toyota Landcruiser sind laut Importeur bislang keine Probleme bekannt.

Bei einem routinemäßigen Fahrtest des "Consumer Reports" war das Heck des Wagens ausgebrochen (wir berichteten). Der Fahrer konnte dank des Eingriffs des elektronischen Stabilitätsprogramms den Wagen aber abfangen. Trotzdem vertrat das Magazin die Meinung, dass die Situation im richtigen Straßenverkehr zu einem Überschlag hätte führen können.

Unter Druck

Die Reaktion des japanischen Autobauers ist nur vor dem Hintergrund der großen aktuellen Rückrufwelle mit weltweit 8,5 Millionen Wagen zu verstehen. Normalerweise wäre ein derartiges Testergebnis wohl kein Grund für einen Verkaufsstopp. Geländewagen sind in schnell gefahrenen Kurven wegen ihres hohen Schwerpunktes generell weniger stabil als normale Pkw. Das ESP soll dieses Manko ausgleichen – und hat das beim GX offenbar auch getan. (dpa/mid/hh)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

14. April 2010 23:39
E.Kühlwetter (wallibelli) meint:
Orginalton WDR 2 - Moderator am 14.4.2010 in der Sendung " Der Tag " um 18.35 Uhr: "Beim Lexus GX 460 fällt das ESP aus bzw. es funktioniert nicht mehr."

Nirgendwo wurde berichtet, dass das ESP ausfällt bzw. nicht funktioniert. Es greift höchstens zu spät bzw. nicht wirkungsvoll genug ein. Das ist ein Softwareproblem und kein Funktionsproblem. So wird dann aus der Mücke ein Elefant.

Was aber noch viel schlimmer ist: Im folgenden Interview mit dem WDR - Korrespondenten in USA erwiedert dieser auf die Frage des heimischen Moderators: Wird der GX 460 denn auch in Deutschland verkauft? Antwort im Zitat: "Ja aber in ganz geringen Stückzahlen. Es würde kaum einer merken, wenn man ihn in Deutschland vom Markt nähme."

Diese Aussage ist schlicht falsch. Toyota/Lexus vetreibt ihn hier nicht. Die Importfahrzeuge in US-Ausführung kann man an einer Hand abzählen. So wie der Korrespondent formulierte, klang das eindeutig
nach einem offiziellen Importeur (TOYTA/LEXUS Deutschland) - Angebot.

Schlimm, was Halbwahrheiten für Auswirkungen haben können. Die heutige Journalismus-Qualität ist oft auch nicht mehr das, was sie einmal war.

Gruß E.Kühlwetter


14. April 2010 15:44
Klaus Werres meint:
...und immer weiter wird von den US-Amerikanern auf Toyota eingedroschen. Nur um die einheimische Autoindustrie (Ford, GM, Chrysler, etc.)zu puschen, deren Absatz zu steigern und wieder in die Gewinnzone zu bringen. Seltsam, daß sich alle "Vorfälle", wie klemmendes Gaspedal, versagende Bremsanlage, etc, etc. auch alle in den USA ereignet haben. Ein Schelm, wer da böses denkt.

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