Samstag, 26.05.2012
06.02.2009
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Absatzkrise

Toyota vor historischen Verlusten

Der weltgrößte Autobauer Toyota wird von der globalen Absatzkrise erheblich stärker gebremst als noch kürzlich gedacht: Nach jahrelanger Steilfahrt steht der erfolgsverwöhnte Hersteller vor Milliardenverlusten. Der Konzern strich am Freitag zum dritten Mal in kurzer Zeit seine Prognose für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr zusammen und rechnet nun erstmals seit der Veröffentlichung von Nettoergebnissen im November 1963 mit roten Zahlen. Wie Toyota berichtete, dürfte ein Verlust von 350 Milliarden Yen (3 Mrd Euro) anfallen statt eines noch vor knapp zwei Monaten erwarteten Gewinns von 50 Milliarden Yen. Im Vorjahr hatte der Branchenprimus noch einen Rekordertrag in Höhe von 1,72 Billionen Yen eingefahren. "Wir hatten im Zeitraum Oktober bis Dezember eine wirklich harte Zeit", erklärte Vize-Präsident Mitsuo Kinoshita. In operativer Rechnung hatte Toyota zwar schon im Dezember einen Verlust angekündigt - der erste in der 70-jährigen Unternehmensgeschichte - doch wird dieser mit 450 Milliarden Yen nun wohl dreimal so hoch ausfallen als gedacht. Im Dezember war man noch von einem Minus von 150 Milliarden Yen ausgegangen. Neun Jahre lang hatte der Branchenprimus seinen weltweiten Absatz nach oben geschraubt, immer neue Rekordergebnisse eingefahren und der Konkurrenz das Fürchten gelehrt. Doch nun steckt auch Toyota im Strudel der Absatzkrise, lässt Vertragsarbeiter gehen und kappt die Produktion. Talfahrt hat sich beschleunigt Laut Kinoshita hat sich die Talfahrt auf dem wichtigsten Automarkt in Nordamerika sowie in Europa und Japan in diesem Jahr weiter beschleunigt, weswegen Toyota seine Vorhersagen nach nur so kurzer Zeit erneut korrigieren musste. Die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2008/2009 wurde um 2,3 Prozent auf 21 Billionen Yen gesenkt. Im dritten Geschäftsquartal fiel ein Verlust von netto 164,7 Milliarden Yen an nach einem Vorjahresgewinn von 458,6 Milliarden Yen. Der Umsatz sank um 28,4 Prozent auf 4,8 Billionen Yen, hieß es.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Japanische Konkurrenten rechnen ebenfalls mit Verlusten

 
 
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