Samstag, 26.05.2012
19.02.2010
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Käuferstreik

Toyota will mit Rabatten gegensteuern

Angesichts der Rückrufserie und des drohenden Imageschadens erwägt Toyota jetzt auch in Deutschland, die Käufer durch Rabatte zu locken. "Höhere Anreize sind eine Möglichkeit", sagte Landeschef Alain Uyttenhoven der "Financial Times Deutschland" (Freitagausgabe). An regelrechten Rabattschlachten wolle er sich aber nicht beteiligen. "70 Prozent der Toyota-Fahrer sind loyal, die restlichen 30 Prozent zögern und liebäugeln mit anderen Marken", sagte Uyttenhoven zum Anteil verunsicherter Kunden. Auch Händlerverbandspräsident Burkhard Weller hält Preisaggressivität derzeit für notwendig. Der Neukundentraffic habe sich aufgrund der "Hetzkampagne" in den Medien halbiert, sagte Weller am Freitag im Gespräch mit AUTOHAUS Online. Der Imageschaden sei groß: "Die schlechte Presse ist so massiv, dass wir die Folgen noch Monate lang spüren werden." Wichtig für die Autohäuser: Nicht nur die Rabatte, sondern auch Ausgleichszahlungen für den besonderen Aufwand der Händler trägt der Hersteller. So zahle Toyota Deutschland nicht nur eine Pauschale von 30 Euro, sondern vergüte auch jeweils 30 Minuten Werkstattzeit und übernehme die Kosten für Ersatzwagen. Abgesehen davon, dass die Händler die Pannenprobleme aus den Medien erfuhren, habe sich der Hersteller einwandfrei verhalten, so Weller. Der Händlerverband sei von Anfang an in das Krisenmanagement eingebunden gewesen. Bestandskunden reagieren gelassen Von verunsicherten Kunden kann Weller nicht berichten. Die Bestandskunden reagierten bisher äußerst gelassen. "Die Toyota-Fahrer kennen die Qualität der Fahrzeuge. Und in Deutschland ist ja auch bisher kein einziger Defekt nachgewiesen", betonte der Händlerpräsident. Horrormeldungen von selbstbeschleunigenden Autos kann er nicht verstehen. "Auch bei Toyota gilt: Ober sticht Unter. Wenn das Gaspedal klemmt, kann ich den Wagen mit Bremsen zum Stehen bringen." (se)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

23. Februar 2010 13:49
Thomas Meier meint:
Naja, über Rabatte kann man schon Kunden gewinnen, auch wenn die insgesamte Zahl der Verkäufe dadruch nicht steigen wird. Die Entscheidung eines nicht markentreuen Kunden kann man damit aber sehr wohl beeinflussen.
Und wie bereits allein auf weiter Flur geschrieben beim offenen Brief: Nicht ein Prof. oder die Medien machen die Rabatte, es ist (wie man hier sieht) der Handel. Und auch Toyota hat von KD profitiert, die durch hohe Rabattversprechen in den Medien überhaupt in die Autohäuser kamen. Also immer differneziert betrachten und es sich nicht so einfach machen.


22. Februar 2010 17:59
Jörg-Uwe Banach meint:
Ich bin - unverhohlen - schwer enttäuscht von Herrn Weller, dem Don Quixote des Dudenhöffer-Kampfes. Gestern noch ein offener Brief, heute sich über höhere Rabatte - respektive Incentives des Importeurs - freuen. Ist es eine List oder spricht der Indianer mit gespaltener Zunge?

Wie auch immer, muss ich meinen Vorschreibern nachdrücklich Recht gebe: Mit höheren Rabatten verkauft man nicht mehr Autos, sondern man vernichtet Geld. Ob das vom Händler kommt, der damit Geld verbrennt, oder vom Hersteller/Importeru, spielt dabei keine Rolle. Der Gewinner ist der Kunde, sonst niemand. dass man damit aber EBEN NICHT mehr Kunden gewinnt, sollte einem alten Hasen wie Burkhard Weller doch klar sein. Nach einer Umfrage von ARAL ist der Preis (also wirklich nur der Preis allein) erst auf Rang vier der wichtigsten Kaufanreize zu finden!

Also: Ab auf die Schulbank, nachsitzen und neue Wege finden. Das alte Ein-mal-Eins des Autohändlers!


22. Februar 2010 14:59
Christian Winckler meint:
unglaublich das sich gerade Herr Weller der den allseits bekannten offenen Brief verfasst hat sich hier hinstellt und "das Problem" mit Rabatten lösen will.Einen größeren Widerspruch habe ich selten gehört.

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