Dienstag, 07.02.2012
02.02.2010
Share |
Gaspedal-Rückruf

Toyota will US-Produktion wieder hochfahren

Im Gaspedal-Debakel will Toyota nach der gigantischen Rückrufaktion die gestoppte US-Fertigung von acht Modellen wieder hochfahren. Der weltgrößte Autohersteller kündigte am Dienstag an, die Produktion solle am kommenden Montag (8. Februar) starten. Unter dem Druck der Öffentlichkeit hatte Toyota am 26. Januar Verkauf und Produktion fast der halben Modellpalette gestoppt. Toyota fürchtet allerdings – neben der noch nicht zu beziffernden Belastung durch die Kosten der Rückrufaktion – Schleifspuren im Geschäft. Der für die Produktqualität zuständige Vorstand Shinichi Sasaki sagte am Dienstag, man sorge sich, ob die weltweit angepeilten Verkaufszahlen 2010 erreicht werden könnten. Der Auftragseingang sei seit der Ankündigung der Rückrufe zurückgegangen. Die monatlichen Verkaufszahlen könnten nach den Erfahrungen früherer Rückrufaktionen um mehr als 20 Prozent einbrechen. Experten gehen davon aus, dass Toyota mit seinem US-Marktanteil unter die 15 Prozent gerutscht ist. Das wäre eine schwere Schlappe für den Konzern, der sich über die Jahrzehnte hinweg auf den zweiten Platz in dem wichtigen Autoland vorgeschoben hatte. Toyota will in Kürze mit der Reparatur der klemmenden Gaspedale beginnen. "Wir kennen das Problem, und wir haben die Lösung", sagte Toyotas US-Chef Jim Lentz. "Die Bausätze sind schon zu den Händlern unterwegs." Kritik am Krisenmanagement Unterdessen wird bei Toyota-Händlern in den USA Kritik am Krisenmanagement der Konzern-Spitze laut. Einige Händler rügten, Toyota hätte schneller reagieren müssen, seit das Problem im Oktober bekanntgeworden sei. Earl Stewart aus North Palm Beach (Florida), einer der größten Toyota-Händler im Südosten der USA warf Konzernchef Akio Toyoda vor, dass er sich erst vor kurzem bei der Kundschaft entschuldigt habe. "In einer Krise ist es normalerweise das beste, wenn der Chef oder Eigentümer sich persönlich der Öffentlichkeit stellt. Wenn er keine Antworten hat, sollte man das auch zugeben." Auch Konkurrent General Motors ist von dem Toyota-Rückruf betroffen: Der auf japanischer Technik basierende Pontiac Vibe muss ebenfalls zur Reparatur. In rund 99.000 Fahrzeugen der Modelljahre 2009 und 2010 sind die problematischen Gaspedale verbaut. Das gleiche Probolem hat der französische Autokonzern PSA Peugeot Citroën mit den Modellen Peugeot 107 und der Citroën C1 (wir berichteten). (dpa)

 
 
 

Zurück Artikel bookmarken Kommentar abgeben Artikel drucken Heft-Abo
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

Bisher noch keine Kommentare! Geben Sie doch den Ersten ab.

0 Leserbriefe

"HB ohne Filter" vom 3. Februar

Kommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat

Heute: GVO, Winterschlussverkauf, CRM, Die Welt von Ford, Abschied von der Normalität. MEHR

Frage der Woche

Download

AUTOHAUS-Bildschirmschoner

Ob Autopremiere, Politdebatte oder Promi-Schnappschuss – mit dem "I Saver" sind Sie immer auf dem Laufenden. mehr

Bildergalerien

Branchenrecht


Händlerbefragung

Die aktuelle Ausgabe des AUTOHAUS pulsSchlag

Topthema im Januar: Frauen im Kfz-Gewerbe mehr

EXTRA

Jetzt neu: Fachbücher als eBook!

Einige unserer Praxishandbücher und Ratgeber können Sie jetzt auch als eBook bestellen! mehr

Marktplatz

Frische Ware

Auf dem neuen AUTOHAUS Marktplatz finden Sie alle Spezialisten und Dienstleister für ein erfolgreiches Kfz-Geschäft. mehr

Akademie aktuell

AUTOHAUS Perspektiven 2012

Auf den Perspektiven 2012 erfahren Sie von Prof. Hannes Brachat, wie Sie Ihr Autohaus auf Erfolgskurs bringen. Anmeldung und Termine

Social Media

Besuchen Sie AUTOHAUS auf Facebook!

"Gefällt mir" – jetzt am virtuellen Stammtisch über bunte Branchenthemen diskutieren! mehr