Samstag, 26.05.2012
11.05.2009
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KBA-Statistik

Trotz Rückruf werden viele Autos nicht repariert

Immer mehr Autofahrer lassen ihren Wagen trotz einer Rückrufaktion des Herstellers nicht reparieren. Wie aus einer Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervorgeht, wurden im Jahr 2008 rund 7.200 Autos stillgelegt, weil gravierende Mängel trotz Aufforderung durch die Produzenten nicht beseitigt wurden. "Die Neigung der Autofahrer wird geringer, der Aufforderung der Hersteller nachzukommen. Ich habe dafür keine Erklärung", sagte der Präsident des KBA in Flensburg, Ekhard Zinke, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. 2007 waren es lediglich 3.400 Stilllegungen, im Jahr davor 2.200. Die Autoindustrie habe im Jahr 2008 erneut weniger Rückrufaktionen gestartet als im Jahr zuvor, sagte Zinke. Mit 148 sei die Zahl um neun zurückgegangen. 2006 waren es noch 167. Hier deute sich möglicherweise eine Trendwende an, betonte der KBA-Chef. Die Akzeptanz der Rückrufaktionen habe sich mit den Jahren jedoch gewandelt: "Es wird heute positiv gesehen, dass der Hersteller auch noch nach dem Verkauf betreut und sich kümmert." Alle Beteiligten müssten ein großes Interesse daran haben, dass die Autoindustrie in der Nachsorge verantwortungsbewusst handelt. Umso unerklärlicher sei die zunehmende Zahl der Stilllegungen nach Rückrufaktionen, sagte Zinke. Zu einem Rückruf kommt es, wenn die Hersteller in der Produktion der Autos eine Ungenauigkeit entdeckt haben, die zu einem Problem führen könnte. Als Beispiel nannte Zinke eine Scheuerstelle an einer Leitung. Diese könnte zu einem Systemausfall führen. Die Hersteller erhalten nach einem Antrag, der den genauen Grund für die Rückrufaktion enthalten muss, beim KBA die Adressen der jeweiligen Fahrzeughalter. Die Daten dürfen nur für den Zweck der Rückrufaktion verwendet werden. Das KBA überprüft, ob der Mangel beseitigt wurde. Sollte dies bei gravierenden Fehlern nicht geschehen, lässt die Behörde den Wagen stilllegen. (dpa) Eine aktuelle Rückrufsübersicht finden Sie bei unserem Partnerdienst "asp Online" unter http://www.autoservicepraxis.de/rueckrufe

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

11. Mai 2009 13:32
heinz kretschmer meint:
Hallo,hier ist doch Potential für die Werkstätten,
nicht rumheulen und auf den bösen Kunden
schimpfen.Machen!
Heinz Kretschmer


11. Mai 2009 12:41
Autoschlumpf meint:
Man glaubt's ja kaum: Da reißen sich die Hersteller den Allerwertesten auf, um eventuelle Fehler beseitigen zu können, damit ihre Kunden weiterhin sicher mit dem Produkt unterwegs sind - und die Konsumenten kümmern sich nen Sch*** drum! Aber wenn das KBA die Kiste dann stilllegen lässt, ist natürlich wer schuld? Nicht etwa der Kunde... nein, der Hersteller hat Mist gebaut!

Da platzt einem doch der A... äääh... Kragen!

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