Samstag, 26.05.2012
16.04.2007
Share |
 

TÜV-Fusion noch in diesem Jahr

Der Zusammenschluss des TÜV Süd mit dem TÜV Nord zum Marktführer in Deutschland mit 18.000 Beschäftigten soll noch in diesem Jahr über die Bühne gehen. "Größe ist nötig, um in neue Technologien zu kommen", sagte TÜV Süd-Chef Peter Hupfer am Montag in München. Die Devise "small is beautiful" sei überholt. Die Aufsichtsräte von TÜV Süd und Nord hatten der Erarbeitung eines Grundsatzvertrags für die Fusion vor wenigen Tagen zugestimmt. Allerdings muss das Kartellamt noch grünes Licht geben. Da beide Organisationen in unterschiedlichen Teilen Deutschlands aktiv sind, soll es keine Entlassungen geben. "Wir kommen uns nicht ins Gehege", sagte Hupfer. Die Zentrale des verschmolzenen Konzerns werde in München sein, ein neuer Name stehe noch nicht fest. Für Autofahrer und andere private Kunden des TÜV werde sich durch die neue Struktur nichts ändern. Der TÜV Süd hat seinen Expansionsdrang mit der Fusion noch nicht gestillt. Um im weltweiten Wettbewerb auf dem Markt für Sicherheitsdienstleistungen mithalten zu können, sind aus Sicht von Hupfer weitere Zusammenschlüsse mit Organisationen in Deutschland wie dem TÜV Rheinland oder in Österreich sinnvoll. Das Expansionstempo dürfe nur nicht zu schnell gehen. "Die Narben von früheren Fusionen müssen erst verwachsen." Im vergangenen Jahr hatte der TÜV Süd mehrere Firmen im In- und Ausland übernommen und den Umsatz auch dadurch um knapp 13 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro gesteigert. Davon steuerte der Bereich Auto Services, unter den das Geschäft mit Abgas- und Hauptuntersuchungen sowie Führerscheinprüfungen fällt, rund 380 Mio. Euro bei. Gewinnsteigerung um 14 Prozent Der Gewinn vor Steuern lag mit 126,2 Mio. Euro (plus 14 Prozent) so hoch wie noch nie in der Geschichte des Unternehmens. Die Gewerkschaft ver.di forderte angesichts dieser Zahlen mit Protestaktionen vor dem TÜV-Gebäude mehr Geld für die Beschäftigten. "Zum wiederholten Mal in Folge übertrifft der TÜV Süd die kühnsten Gewinnerwartungen. Das ist unser aller Erfolg", hieß es auf Flugblättern. Seit Jahren seien gar keine oder nur marginale Gehaltserhöhungen zugelassen worden. Hupfer verwies hingegen auf Erfolgsprämien, die den Mitarbeitern gezahlt würden. Ein Börsengang ist für das Unternehmen derzeit kein Thema. Zwar sei es das Ziel, weiterhin börsenfähig zu bleiben, sagte Hupfer. "Es ist aber nach wie vor in weiter Ferne." (dpa)

 
 
Zurück Artikel bookmarken Kommentar abgeben Artikel drucken Heft-Abo
 

IHR KOMMENTAR

Ihr Kommentar:*
Ihr Name:* Ihre E-Mail:*
Liebe Leser,
aus Gründen der Fairness wird die AUTOHAUS Online-Redaktion nur noch Kommentare freischalten, die der Netiquette entsprechen und mit vollem Namen (keine Pseudonyme) gekennzeichnet sind.
* Bitte geben Sie hier die Lösung der links gezeigten Aufgabe an:
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

Bisher noch keine Kommentare! Geben Sie doch den Ersten ab.

0 Leserbriefe

Klassik Leseprobe

Klassik Cover 1/2012 Box

Das neue Spezial von asp und AUTOHAUS hier unverbindlich kennenlernen. zur Leseprobe

Die interaktive Rallye-Karte

ah-classic-rallye2012.jpg

AUTOHAUS Santander Classic Rallye 2012

Sehen Sie die Etappenziele auf einen Blick und erhalten Sie alle Hintergrundinformationen zur Rallye!


Zur interaktiven Karte

Klassik Termine

Klassik Bilder

Klassik Recht

Bundesgerichtshofsbeschluss

Oldtimer-Urteile

Entscheidungen zum rollenden Kulturgut. zur Übersicht

Klassik Checkliste

Werkstattannahme von Oldtimern

Welche Besonderheiten sind bei der Hereinnahme zu beachten? mehr

Hersteller

75 Jahre BMW Roadster

Fragebogen

Wie unterstützen die Traditionsabteilungen deutscher Hersteller die Arbeit der Betriebe? zum Download