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Prof. Jürgen Brauckmann, TÜV Rheinland Leiter Unternehmensbereich Mobilität, Beata Tatarczyk, RWE Effizienz GmbH, und Manfred Doerges, Geschäftsführer TÜV Rheinland Kraftfahrt GmbH (v.l.).
Köln
TÜV Rheinland startet E-Mobil-Langzeittest
Von Bernd Dohrmann
Mit der Übernahme eines geleasten elektrisch angetriebenen Micro-Vett Fiorino E und der Inbetriebnahme einer 400 Volt-Schnell-Ladestation des RWE direkt vor der Haustür hat der TÜV Rheinland in Köln den Startschuss für einen dreijährigen E-Mobil-Langzeittest gegeben. Damit will das Unternehmen "seine Vorreiterrolle und Kompetenz in Sachen Elektromobilität" unterstreichen.
"Das Auto muss seine Alltagstauglichkeit und Zuverlässigkeit unter Beweis stellen, mögliche Schwächen und Probleme werden wir genau dokumentieren", kündigte Prof. Jürgen Brauckmann, Leiter des Unternehmensbereichs Mobilität, an. Die Entwicklung der Elektromobilität dürfe nicht nur für Fahrzeuge in der Preisregion von 100.000 Euro angestoßen werden: "Wir wollen bezahlbare Mobilität mit Elektrofahrzeugen. Die neuen E-Mobile müssen so sicher sein wie heutige Fahrzeuge, Elektronik und Antrieb müssen wir voll im Griff haben."
Als Partner des Langzeittests hat der TÜV Rheinland den Energie-Konzern RWE gewonnen, der in der "Modellregion Nordrhein-Westfalen" ein Komplettpaket – Elektro-Fahrzeug, Ladestation und Belieferung ausschließlich mit Öko-Strom – anbietet. Brauckmann: "Die Zusammenarbeit mit Energie-Konzernen ist wichtig, denn wir brauchen die Infrastruktur zum Aufladen der Batterien. Das beeinflusst den Lebensraum. Wir sehen für Elektromobilität ein gutes Entwicklungs-Potenzial und wollen Impulse setzen."
Beata Tatarczyk von der RWE Effizienz GmbH, betonte bei der Inbetriebnahme der Ladesäule: „Voraussetzung für Erfolg der Elektromobilität sind gute Zugänglichkeit zu den Ladestationen und Einfachheit beim Laden.“ 500 von den bundesweit bis Ende diesen Jahrs geplanten 1.000 Ladestationen sind schon in Betrieb, 400 davon werden in Nordrhein-Westfalen stehen. Tatarczyk: "Ein dichtes Netz von Ladestationen ist wichtig, um die Reichweite der Elektrofahrzeuge zu erhöhen. Der TÜV Rheinland achtet auch hier auf Sicherheit und gute Bedienbarkeit." Heute schon bewerten TÜV-Spezialisten die Nachhaltigkeit bei der Stromerzeugung
Training für 400 Volt
Der TÜV Rheinland engagiert sich in diesem Projekt nicht nur, um E-Mobile zu testen, sondern bietet auch einen "Wissens-Pool" an, um in den Werkstätten Mitarbeiter zu beraten und zertifizieren. Spezielle Trainingsprogramme für Arbeiten an Hochvolt-Anlagen – nicht nur für Service-Mitarbeiter, sondern auch für Unfallhelfer, Feuerwehren und die eigenen TÜV-Sachverständigen – werden bereits angeboten.
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(Foto: TÜV Rheinland)
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