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Der TÜV Süd will sich gegen die Konjunkturflaute stemmen.
Prüforganisation
TÜV Süd bekräftigt Wachstumsziele
Der TÜV Süd will sich auch im kommenden Jahr gegen die Konjunkturflaute stemmen und hat seine Wachstumsziele bekräftigt. Trotz der Finanzkrise und ihren negativen Folgen für das Investitionsklima solle der Jahresumsatz bis 2013 um nahezu eine Milliarde auf 2,3 Milliarden Euro zulegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in München mit. An seinen zunächst auf Eis gelegten Fusionsplänen mit dem TÜV Rheinland hält der TÜV Süd weiter fest. Die Aussichten dafür wertete Unternehmenschef Axel Stepken positiv. Für 2008 erwartet das Unternehmen ein Umsatzplus um 7 Prozent auf 1,36 Milliarden Euro. "Damit ist unsere Unternehmensgruppe im sechsten Jahr in Folge profitabel gewachsen", sagte Stepken laut Mitteilung. Ursprünglich hatte er allerdings ein jährliches Umsatzplus um 10 Prozent prognostiziert. Ergebniszahlen wurden nicht bekanntgegeben. Die Zahl der Arbeitsplätze legte in diesem Jahr um 850 auf weltweit fast 14.000 zu. Besonders erfreulich hätten sich die Geschäfte in den Regionen Amerika und Asien entwickelt, hieß es. So kletterten die Erlöse in Amerika um 16 Prozent und in Asien um 12 Prozent. Insgesamt steuert das Auslandsgeschäft inzwischen fast ein Drittel der Gesamterlöse des Konzerns bei. Auch im Inland sei das Unternehmen trotz der Liberalisierung des Markts für überwachungspflichtige Anlagen weiter gewachsen, hieß es. Aktueller Stand der Fusion unklar Im August hatten TÜV Süd und TÜV Rheinland ihren Antrag auf einen Zusammenschluss beim Bundeskartellamt zurückgezogen. Damit reagierten sie auf die Ankündigung der Wettbewerbshüter, den Zusammenschluss in der geplanten Form zu untersagen. Beide Vorstände wollten daraufhin beraten, wie die kartellrechtlichen Anforderungen erfüllt werden könnten. Zum aktuellen Stand der Gespräche machte eine TÜV-Süd-Sprecherin am Donnerstag keine Angaben. Bei einer Fusion würde das weltweit zweitgrößte Unternehmen der Branche nach der Schweizer Gesellschaft SGS entstehen. Nahezu abgeschlossen sei der Aufbau des landesweiten Service- Netzes für Kfz-Hauptuntersuchungen in der Türkei. Anfang 2009 sollten die letzten der insgesamt 189 stationären Anlagen des TÜVTURK ihren Betrieb aufnehmen, hieß es. Hinzu kämen 81 mobile Prüfeinheiten. "Das Joint Venture mit unseren Partnern Akfen und Dogus ist ein Meilenstein unserer Internationalisierungsstrategie", erklärte Stepken. Über gezielte Zukäufe sollten zudem Aktivitäten in speziellen Bereichen auf- oder ausgebaut werden, beispielsweise in den Branchen Pharmazie und Biotechnologie. (dpa)
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(Foto: TÜV Süd)
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