Dienstag, 07.02.2012
16.12.2009
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Prüfgeschäft

TÜV Süd will durch Zukäufe wachsen

Der TÜV Süd will seine weltweite Expansion fortsetzen. Nach dem Einstieg in das Auto-Prüfgeschäft in der Türkei will das Unternehmen durch Zukäufe wachsen. "Wir machen immer wieder Versuche, auch große Dinge an Land zu ziehen", sagte Finanzvorstand Peter Klein am Mittwoch in München. Schwerpunkt seien aber kleinere Zukäufe mit einem Volumen von fünf bis 20 Millionen Euro. In Deutschland war der größte deutsche TÜV mit zwei Fusionsversuchen gescheitert. In den vergangenen Jahren wollte er sich erst mit dem TÜV Nord und dann mit dem TÜV Rheinland zusammenschließen. Inzwischen sei das Thema vom Tisch, sagte TÜV-Süd-Chef Axel Stepken. Im laufenden Jahr hat sich das Umsatzwachstum abgeschwächt. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen nur noch mit einer leichten Umsatzsteigerung um rund zweieinhalb Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Auch der Ertrag habe sich gesteigert, Zahlen nannte das Unternehmen aber nicht. "Wir gehen, was die Zahlen angeht, gut aus der Krise heraus", sagte Klein. Im Prüfgeschäft in Deutschland bekam der TÜV Süd vor allem die Abwrackprämie zu spüren, durch die sich die Zahl der Hauptuntersuchungen älterer Autos deutlich reduzierte. Da die in diesem Jahr gekauften Neuwagen aber im übernächsten Jahr geprüft werden müssten, verschiebe sich das Geschäft nur. In den kommenden Jahren rechnet der TÜV Süd wieder mit einem deutlich stärkeren Umsatzwachstum. Wachstumschancen in China und Indien Fast ein Drittel seiner Erlöse erwirtschaftet der TÜV Süd im Ausland. Besonders gut sei die Einführung der Fahrzeugüberwachung in der Türkei gelaufen. In diesem Jahr prüft der TÜV etwa fünf Millionen Fahrzeuge in der Türkei und damit mehr als zuletzt in Deutschland. In Dubai ist der TÜV Süd unter anderem in der Ausbildung von Fahrlehrern aktiv. Chancen für weiteres Wachstum sieht der TÜV Süd auch in China und Indien. Weltweit beschäftigt der Konzern 14.860 Menschen und damit rund 700 mehr als im Vorjahr. Auch im kommenden Jahr sollen neue Stellen geschaffen werden. (dpa)

 
 
 

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