Samstag, 26.05.2012
25.07.2011
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Markenanalyse

Überlebensk(r)ampf bei Smart

Die neue Smart-Chefin Annette Winkler hat sich mit Verve auf ihre Aufgabe geworfen, doch Walter Missing ist weiter skeptisch, was die Zukunft der Marke Smart betrifft. Zu viele Probleme und Altlasten schleppe das Miniauto mit sich herum, findet der Unternehmensberater und ehemalige Daimler-Manager. Einst als ganzes Mobilitätskonzept entworfen, dem man mindestens 200.000 Einheiten pro Jahr zugetraut hat, kam Smart beim Verbraucher weit weniger gut an und wurde 2006 in die Mercedes Car Group eingegliedert.

Wie geht es nun weiter? Der Smart ist vergleichsweise teuer, neue Modelle kommen erst 2014, die Kooperation mit Renault wird die Lage nicht einfacher machen. Walter Missing wirft einen kritischen Blick auf die E-Mobility- und Car-Sharing-Aktivitäten der Marke und fragt sich, ob es die Marke wohl noch in die Gewinnzone schafft. (AH)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

19. August 2011 12:36
Ka Le meint:
Herr Missing. Sie, in Ihrer ehemaligen führenden Position als Daimler Mitarbeiter, müssten sich was schämen so einen Artikel zu schreiben. Sie haben doch unter Panka dieses Situation mitgetragen. Ich bin selbst smart Verkäufer und deshalb trifft mich dieser Artikel bis ins Mark.


26. Juli 2011 14:15
E.Kühlwetter (wallibelli) meint:
Nochmals zur Klarstellung: Der Smart ist kein wirtschaftliches Projekt, er ist ein DB-politisches Thema. Nur mit dem Smart, dessen E-Version (Zero-Emission) und Dieselversion voll in den MB-Flottenverbauch gehen, kann MB sich die renditestarken V 8 PS-Bolzen leisten. Bis 2012 müssen alle Hersteller ihr EU-Fahrzeugangebot auf 130g /CO 2 Durchschnitt drücken plus 10g (120g) durch andere Maßnahmen. (Reifen,E - Anteile in Kraftstoffen u.a.). Sonst hagelt es hohe Strafzahlungen. Bis 2020 muß der Flottenverbrauch auf 95g Durchschnitt runter. Dabei leistet der Smart einen großen Beitrag.
Das gilt auch für die USA, wo ab 1. 1. 2012 noch viel höhere Strafzahlungen für zu hohen Flottenverbauch fällig sind.
Zusätzlich hat Daimler mit dem E-Smart ein ideales Auto, um vermehrten Ristriktionen in weltweiten Ballungsräumen zu begegnen.
Schließlich leistet der Smart bei Testversuche neuartiger Mobilitätskonzepte einen erheblichen Beitrag.

Den Smart kann man nicht betriebswirtschaftlich auf seine Stückzahlen runterbrechen. Sein Wert im Hinblick auf künftige Entwicklungen unter ökologischen und Mobilitätsaspekten ist für Daimler um vielfaches größer als die kaufmännischen Verluste.


26. Juli 2011 13:01
T. Meier meint:
Der Smart wird in den Medien oft schlecht geredet. Fakt ist, dass er die Zulassungen der Mini Cars in der letzten Zeit immer wieder anführt und damit sicherlich nicht ohne Erfolg ist.
Wie hier bereits geschrieben, ist die Vermarktung sehr unglücklich. Unwillige Mercedes Partner, die den Smart nicht wirklich wollen und entsprechend auftreten. Wo wird der Smart Interessent denn wirklich bedient? Wo gibt es ordentliche Verkaufsräume und Möglichkeiten zur Probefahrt außerhalb von Ballungsräumen? Dazu noch die hohen Preise und eine Serienausstattung, die nur 2 Airbags (keine Servo, keine elktrischen FH und noch nicht mal Radiovorbereitung) umfasst macht es nicht einfacher...

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