Vor dem Hintergrund der aktuellen Klimadiskussion klaffen bei den deutschen Autofahrern Anspruch und Wirklichkeit noch stark auseinander. Das zeigt eine aktuelle GfK-Umfrage im Auftrag der DA Direkt Versicherung. Zwar fordern knapp 81 Prozent der Befragten, dass die Schadstoffverordnungen für Autos verschärft werden müssen, um den CO2-Ausstoß zu senken und den Klimawandel aufzuhalten. Beim tatsächlichen Autokauf wollen aber 75 Prozent nicht mehr dafür ausgeben. Nur rund jeder zehnte Kaufinteressent könnte sich demzufolge für ein teureres Hybrid-Auto erwärmen. Generell sei die Bereitschaft bei älteren Autofahrern höher, auf ein Sprit sparendes Modell umzusteigen, hieß es. In der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen achte indes nur ein Viertel der Befragten auf den Schadstoffausstoß des Fahrzeugs. Mit Blick auf die Geschlechter geben sich die Frauen umweltbewusster: Demzufolge würde sich rund jede Zweite für ein "Zukunftsauto" entscheiden. Bei den Männern sind es knapp 30 Prozent. Defizite hat die Umfrage auch beim Informationsangebot für umweltfreundliche Auto-Alternativen offenbart. So meldet mehr als die Hälfte der befragten Frauen hier Nachholbedarf an, bei Männern liegt der Anteil bei 38,7 Prozent. (rp)
Umfrage: Autofahrer im Öko-Zwiespalt
Verbraucher geben sich umweltbewusst, bleiben aber beim Autokauf den handelsüblichen Modellen treu