Samstag, 26.05.2012
04.04.2008
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Händlerzufriedenheit

Umsatzrendite beschert schlaflose Nächte

Die durchschnittliche Zufriedenheit deutscher Markenhändler mit ihrem Geschäft hat sich im Jahr 2008 auf niedrigem Niveau stabilisiert. Gleichwohl hat die Zufriedenheit mit der erreichten Umsatzrendite einen historischen Tiefstand erreicht. Auf einer Schulnotenskala von eins bis sechs liegt sie derzeit bei 3,82 gegenüber 3,21 im Vorjahr. Das geht aus dem "Marken-Monitor 2008" hervor, einer Befragung von 1.059 Händlern durch das Institut für Automobilwirtschaft (IFA) im Auftrag von EurotaxSchwacke. Die Gesamtzufriedenheit bei den deutschen Volumenherstellern Opel (2,76) und Ford (3,02) gab gegenüber 2007 erneut nach. Bei Volkswagen legte sie leicht von 3,04 auf 2,74 zu. Für VW konstatierte IFA-Leiter Willi Diez eine deutlich gestiegene Zufriedenheit hinsichtlich der Modellpalette und einiger "weicher Faktoren" wie des persönlichen Kontakts zu den Verantwortlichen des Herstellers. Extrem Unzufrieden sind die VW-Partner indes mit der Profitabilität ihres Geschäftes. Noch ärger sieht es bei Ford aus: Hier liegt die höchste Unzufriedenheit mit der Umsatzrendite in der Gruppe der Volumenhersteller vor. Bei den deutschen Premiumherstellern hat BMW (Note: 2,42) erneut die Pole Position verteidigt. Audi und Mercedes verbesserten sich leicht auf 2,56 bzw. 2,75. Die Audi-Händler zeigten sich zwar sehr zufrieden in puncto Qualität, Image und Modellprogramm. Steigende Unzufriedenheit allerdings offenbarte der Marken-Monitor beim Margensystem und vor allem hinsichtlich der Rendite. Hier sackte das Ergebnis gegenüber 2007 um mehr als eine ganze Schulnote nach unten. Bei den großen Importfabrikaten liegen Toyota, Honda und Skoda vorne. Die Händlerzufriedenheit bei Peugeot und Citroën war rückläufig. Seat- und Nissan-Händler sind etwas zufriedener als im Vorjahr, allerdings auf niedrigem Niveau. Bei den kleinen Importeuren hatten Subuaru, Suzuki und Mitsubishi die Nase vorne, bei den Nischenanbietern Porsche, Mini und Lexus. (pg)

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

08. April 2008 12:02
Dieter Klaiber meint:
Schade nur, dass Sie in der DSI Abfrage das an Nr. 3 unter den Importeuren zurückgekehrte Fabrikat Fiat nich erwähnen..............
würde mich doch interessieren was meine Kollegen über die jüngsten Erfolge unserer MArke dazu sagen!

mfg
Dieter Klaiber


07. April 2008 19:17
Thorsten meint:
Hallo,

die Lösung vom Tropf des Herstellers sehe ich auch als einzig richtigen Weg zumindest für kleinere Händler (Größe muss jeder für sich selbst definieren).

Was alleine an Zinskosten (an die Herstellerbanken) aufläuft um einen Verkauf zu finanzieren.
Da verkauft man ein 60.000 Euro Fahrzeug, nimmt den Gebrauchtwagen differenzbesteuert für 30.000 Euro in Zahlung und die Leasing zahlt erst in sechs Wochen. Da hat man nach dem Verkauf weniger Geld als vorher in der Kasse. Früher waren die zu finanzierenden Summen ja auch mal kleiner.

Wer es finanziell noch kann (Umsatzsteuer-Roulette) sollte bei Neuwagen weg vom Lagerwagen-, hin zum Bestellbusiness übergehen.

Gruß und viel Erfolg!


07. April 2008 14:04
Georg Otto meint:
Hallo,
na ja.... eigentlich müßten wir in der Branche diese schlaflosen Nächte doch immer haben, oder???
ich bin seit über 20 Jahren in der Branche tätig und es ist interessant das wir alle keine vernüftigen Renditen erwirtschaften.
Seit einigen Jahren bin ich bei einem Hersteller der seine Händler noch "gut leben" lässt, doch was sind Renditen um die 2% ???
und man damit zu den gut aufgestellten Händlern gehört???
Schön wäre es wenn wir es schaffen würden uns vom Tropf des Herstellers zu lösen und daraus resultierend nicht immer für einen Hersteller so klar planbar wären :-)

Gruß

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