Samstag, 26.05.2012
15.01.2010
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Niedersachsen

Umweltminister kippt Teil der Umweltzone in Hannover

Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) kippt einen Teil der Umweltzone in Hannover. Per Erlass soll das von SPD und Grünen eingeführte Verbot für bestimmte Autos entschärft werden, kündigte Sander am Freitag an. Stattdessen sollten bessere Ampelschaltungen für eine "Grüne Welle" und weniger Abgase sorgen. Sander forderte die Stadt per Erlass auf, innerhalb von einer Woche alle Autos mit Dieselmotor der Euro-3-Norm mit gelber Plakette wieder zuzulassen. Seit Jahresbeginn ist die Innenstadt für diese Wagen verboten. Der Erlass ist bis Ende 2011 befristet. Das Verwaltungsgericht Hannover hatte die Umweltzone im vergangenen April bestätigt. Zwar hätte das Verbot kaum Einfluss auf die Feinstaubbelastung in den Innenstädten. Ausschlaggebend sei aber der Einfluss auf die Verschmutzung der Luft mit Stickstoffdioxid, das vor allem vom Autoverkehr stammt. Dafür gelten von diesem Jahr an strengere Grenzwerte, die in Hannover seit Jahren stark überschritten werden. Mögliche Alternativen wie eine verbesserte Ampelschaltung seien für Städte mit viel Autoabgasen keine Alternative, hatten die Richter unter Verweis auf Gutachten befunden. (dpa)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

18. Januar 2010 13:41
Christian Mehrhardt meint:
Ich war Eigentümer eines Golf IV mit Euro 2 Diesel den ich mit staatlicher Unterstützung mit einem Partikelfilter nachgerüstet habe. Dadurch habe ich die gelbe Umwelt-Plakette erhalten.Im Jahr 2009 habe ich das Fahrzeug verkauft, da ich nach geltenden gesetzlichen Regelungen in Hannover ab 2010 nicht mehr in die Umweltzone fahren durfte.Nun kommt ein Landesminister auf die Idee diese Regelungen zu kippen. Das bedeutet für mich:1. Verlasse dich nie auf staatliche Instanzen.2.ich habe ich 400.- Euro beim Filtereinbau verloren. 3.Weitere Kosten enstanden mir durch den Verkauf meines Fahrzeugs und der Neuanschaffung.4. Weil das Fahrzeug in gutem Zustand war half auch die Abwrackprämie nicht mit. 5. mein Vertrauen in staatliches Handeln habe ich verloren. Meine Frage: Wo kann ich diese Kosten einklagen ? Christian Mehrhardt


16. Januar 2010 14:31
Achim Fahnenschild meint:
Es ist völlig richtig, daß der Minister hier, wenn auch zu spät, die Notbremse gezogen hat. Es ist schon abenteuerlich, wenn eine Stadt, die nachweislich seit 4 Jahren die Feinstaubrichtlinie einhält (2009 9 Überschreitungen), mit den schärfsten Fahrverboten Europas überzogen wird. Das konnte auch nur durch Verschleierung der Tatsachen gegenüber der Bevölkerung auch mit Hilfe der Presse so durchgesetzt werden.
Die Umweltzone ist auch nicht zur Reduzierung von NO2 geeignet, was auch mittlerweile kein Wissenschaftler mehr behauptet. Auch das Umweltbundesamt bestätigt dies. Das Urteil des Verwaltungsgerichts ist äußerst zweifelhaft und kann keiner wissenschaftlichen Untersuchung standhalten. Die Experten sind sich einig, daß Partikelminderungsmßnahmen bei Nutzfahrzeugen (Über 3,5to.)sich in der Regel NO2-erhöhend auswirkt bestenfalls jedoch NO2-neutral. Laut IFEU-Studie 2007 stößt ein Euro4-Diesel PKW über 80% mehr NO2 aus als ein Euro2-PKW. Außerdem stoßen moderne Diesel KFZ erheblich mehr besonders gefährliche Nanopartikel, die auch nicht gefiltert werden können, aus als ältere KFZ. Das dürfte mit Verfeinerung der Meßmethoden bald für den nächsten Umweltskandal sorgen. ( vergl. www.anti-plakette.de)
Umweltpolitiker und Umweltgruppen sollten sich erstmal ausführlich informieren, bevor sie weiterhin unhaltbare überzogene Forderungen stellen !


15. Januar 2010 16:47
Susanne Baumgartner meint:
In der Tat. Endlich. Wie kann man auch Fahrzeuge aus der Stadt fernhalten die nur 5 Jahre alt sind nur weil sie keinen DPF haben.
In anderen Ländern fahren die mit Fahrzeugen rum die mit Vergaser laufen und mit dem passenden Wind kommt auch die Wolke zu uns.
Das es viel wichtiger ist die Ampelschaltung abzuändern sollte denen eigentlich schon viel früher gekommen sein. Das ist aus meiner Sicht ein grösseres Problem das Fahrzeug immer wieder neu zu beschleunigen und das ist auch die Ursache für einen hohen Verbrauch und Emissionen.

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