Die Umweltprämie für Altautos hat dem deutschen Kraftfahrzeug-Gewerbe nach jahrelanger Talfahrt einen Boom verschafft. Die Bundesregierung habe einen "mittelstands- und umweltpolitischen Volltreffer für den Standort Deutschland" gelandet, sagte der Präsident des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, Robert Rademacher, am Dienstag auf der Jahrespressekonferenz in München. Bisher gebe es rund 420.000 mit der Prämie hinterlegte Kaufverträge; für dieses Jahr könne man daher die bisherige Prognose von 2,8 Millionen Neuzulassungen auf gut drei Millionen anheben. Der ZDK schätzt, dass durch die Abwrackprämie etwa 400.000 Neuwagen zu einem Durchschnittspreis von 12.000 Euro und 200.000 Jahreswagen zu einem Durchschnittspreis von 16.500 Euro verkauft werden. Da sich viele Kunden dank der Prämie statt für einen Gebrauchten im Privatmarkt für einen Jahres- oder Neuwagen mit Umweltprämie entschieden, handele es sich um zusätzliche Mehrwertsteuereinnahmen für den Staat, so Rademacher. Wie hoch diese seien, könne aber derzeit noch nicht gesagt werden. Rademacher wiederholte seine Forderung an die Politik, die Deckelung des Fördertopfes aufzuheben und lediglich die zeitliche Befristung bis Jahresende bestehen zu lassen. "Warum sollte ein derart erfolgreiches Produkt wie die Umweltprämie [...] vorzeitig vom Markt genommen werden? Zudem doch der in der Politik recht seltene Fall entstanden ist, dass sich dieses Konjunkturprogramm nahezu selbst rechnet." Es werde nach Auslaufen der Prämie zwar eindeutig eine Delle geben, ein tiefes Loch befürchtet man aber nicht. "Wir werden ein normales Leben nach der Umweltprämie haben", so der Verbandspräsident.
- ZDK-Jahreskonferenz 2009 - Charts (2.4 MB, PDF)
F.Fehling
MR.T
T.K.
Andreas