Samstag, 26.05.2012
02.01.2009
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DUH-Bilanz

Umweltzonen zeigen Wirkung

Die Umweltzonen in deutschen Städten sind nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe (DUH) überwiegend wirkungsvoll gegen Luftverschmutzung und Feinstaub. Ein Jahr nach dem Start der ersten Umweltzonen in Deutschland setzen 32 Kommunen und Ballungszentren auf das Instrument, teilte die Organisation am Freitag in Berlin mit. Durch die Drohung mit Fahrverboten würden viele Autofahrer "Dieselstinker" mit Partikelfiltern nachrüsten oder sich gleich saubere Autos kaufen, erläuterte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch. Schilder aufzustellen und – wie in Köln oder München – auf Kontrollen weitgehend zu verzichten, reiche allerdings nicht aus. Zum Jahresbeginn seien acht Städte mit Fahrbeschränkungen für Luftverschmutzer hinzugekommen: Augsburg, Bremen, Heilbronn, Herrenberg, Karlsruhe, Mühlacker, Pforzheim und Ulm. Bei Stichproben-Kontrollen der Umwelthilfe hätten am Freitag rund 67 bis 94 Prozent der Autohalter ein Fahrzeug mit korrekter Plakette gehabt. Während Hannover zum 1. Januar seine Umweltzone für Fahrzeuge mit einer roten Plakette sperrte, können in den übrigen Umweltzonen Autos mit roten, gelben oder grünen Plakette einfahren. Den größten Nachholbedarf attestierte die Umwelthilfe Augsburg, wo die Ausstattung mit grünen Plaketten zumindest in der Stichprobenerhebung mit 55 Prozent hinter den anderen Städten zurückbleibe. Beste Ergebnisse weise Herrenberg bei Stuttgart auf (94 Prozent). Die Zahlen seien nur als Tendenz zu verstehen, betonte Resch. "Die Regelungen werden dann von Anfang an gut eingehalten, wenn die Kommunen die Wichtigkeit des neuen Instruments zur Luftreinhaltung offensiv vertreten und eine konsequente Überwachung sicherstellen." Positiv habe sich dabei Berlin hervorgetan. Boom bei Filternachrüstung erwartet Für 2009 rechnet die Organisation mit einem deutlichen Boom bei der Filternachrüstung, da ab kommendem Jahr nur noch Fahrzeuge mit grüner Feinstaubplakette freie Fahrt haben. Nur noch 2009 gelte zudem die steuerliche Förderung in Höhe von 330 Euro bei der Nachrüstung. Probleme sieht Resch bei leichten Nutzfahrzeugen. Hier seien noch sehr viele ohne Partikelfilter unterwegs. (dpa)

 
 
 
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