Samstag, 26.05.2012
21.02.2008
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Biosprit

Union gegen höhere Beimischung

Die Unionsfraktion im Bundestag hat Widerstand gegen eine höhere Beimischung von Pflanzensprit in Benzin angekündigt. Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Peter Ramsauer, sagte der "Financial Times Deutschland" (Donnerstag): "Ich habe zusammen mit (Fraktionschef) Volker Kauder klar gemacht, dass wir die Erhöhung des Beimischungszwangs wie derzeit geplant nicht hinnehmen werden." Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) will im nächsten Jahr den Beimischungsanteil von heute fünf auf zehn Prozent anheben und gemäß Vereinbarung mit CSU-Agrarminister Horst Seehofer und der Automobilindustrie bis 2020 auf 20 Prozent. "Da ist Gabriel vorgeprescht, ohne zu wissen, was er damit anrichtet", meinte Ramsauer. "Nach heutigem Stand würde die höhere Beimischung zu einer drastischen Belastung von Autofahrern führen." Ramsauer rechnet mit Mehrkosten von sechs bis acht Cent pro Liter Benzin. Der Automobilclub ADAC befürchtet unterdessen, dass sogar mindestens zwei Millionen Autofahrer auf das bis zu 12 Cent je Liter teurere Super-Plus-Benzin umsteigen müssen und nicht mehr nur 1,5 Millionen. Die höhere Zahl ergebe sich durch die laufende Überprüfungen deutscher und importierter Autos, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur (dpa) beim ADAC. Von insgesamt zugelassenen Benzinern seien noch etwa acht Millionen "unsicher". Der Verband der Automobilindustrie (VDA) sah dagegen zuletzt höchstens 375.000 deutsche Fahrzeuge betroffen, hat aber zugesagt, diese Angaben bis Ende März zu überprüfen. Gabriel hält weiter am Biokraftstoff-Ausbau fest Gabriel will ungeachtet zunehmender Kritik am Ausbau der Biokraftstoffe festhalten. Wichtig sei dabei, dass sich dies am tatsächlichen Klimaschutzbeitrag dieses Energiepflanzeneinsatzes orientieren müsse, sagte Gabriel am Donnerstag im Bundestag in der Debatte über einen Teil des Klimaschutz- und Energiepakets der Bundesregierung. Der Ausbau des Beimischungsanteils von Biosprit zum herkömmlichen Kraftstoff komme allerdings erst in Frage nach einer Überprüfung der Folgen für die Motoren in älteren Kraftfahrzeugen. (dpa)

 
 
 
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