Samstag, 26.05.2012
09.07.2009
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Zeitung

Unionspolitiker wenden sich von Magna ab

Im Übernahmepoker um Opel will der Wirtschaftsflügel der Union nach Zeitungsinformationen eine rasche Einigung mit dem Bieterfavorit Magna verhindern. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung fordert der Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand, Michael Fuchs (CDU), die einseitige Ausrichtung der Verhandlungen auf den österreichisch-kanadischen Zulieferer zu beenden und stattdessen das neue Angebot des chinesischen Autoherstellers BAIC intensiv zu prüfen. "Die Bundesregierung wäre gut beraten, bei den Verhandlungen mit Magna das Tempo rauszunehmen", sagte Fuchs der Zeitung. Sie solle sich das Angebot von BAIC ebenso genau anschauen wie die Offerten von Fiat und Ripplewood. Es gehe darum, den Steuerzahler zu schonen. Ziel müsse sein, "die günstigste Variante für den Steuerzahler zu wählen und möglichst viele Arbeitsplätze in Deutschland zu halten", wird Fuchs zitiert. Auch der Präsident des CDU-Wirtschaftsrats, Kurt Lauk, hält eine politische Vorfestlegung auf Magna für falsch. "Entscheidend muss sein, das beste und zukunftsfähigste Konzept für Opel zu finden", so Lauk. Es müsse ein "auf Dauer überzeugendes privatwirtschaftliches Modell sein", damit sich Opel im Markt behaupten könne. Wie berichtet dringt Magna im Opel-Bieterkampf auf eine rasche Einigung. Mit der bisherigen Opel-Mutter General Motors (GM) soll bereits Mitte Juli ein Vertrag für einen Einstieg bei dem Rüsselsheimer Hersteller unterzeichnet werden. BAIC versucht derzeit mit einem neuen Angebot seine Chancen zu verbessern. Die darin enthaltenen Forderungen stoßen bei Opel und in der Branche aber auf Skepsis. Bei IG Metall und Betriebsrat gilt Magna ohnehin als Favorit. Guttenberg will keine Bewertung vornhemen Nach Ansicht von Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ist der für kommenden Woche anvisierte Opel-Vertrag zwischen GM und Magna ein "sehr ehrgeiziges Ziel". "Wir sehen die ein oder andere Hausaufgabe, die noch gemacht werden sollte", sagte Guttenberg am Donnerstag in Berlin nach einem Treffen mit den Länder-Wirtschaftsministern in Berlin. "Und wir sehen natürlich auch andere Interessenten", die bei GM vorsprechen. Eine Bewertung wolle er nicht vornehmen, dies sei Sache der beteiligten Unternehmen. (rp/dpa)

 
 
 
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