Mai-Absatz: US-Amerikaner packt Lust am Autokauf

03.06.2010 09:43 Uhr
Die US-Amerikaner leisten sich massenhaft neue Autos. Den achten Monat in Folge stiegen im Mai die Verkäufe.
© Foto: AHO-Montage

Neben den "Big Three" und einigen asiatischen Anbietern legten im Mai auch die deutschen Autobauer auf dem wichtigen Markt teils kräftig zu. Besonders hoch im Kurs standen Autos von Mercedes und VW.

Die US-Amerikaner leisten sich massenhaft neue Autos. Den achten Monat in Folge stiegen im Mai die Verkäufe. Nach Angaben des Automotive News Data Center vom Mittwoch rollten insgesamt 1,1 Millionen Autos von den Höfen, das sind 19 Prozent mehr als im Vergleichsmonat des Krisenjahres 2009. Neben den drei großen einheimischen Herstellern und einigen asiatischen Anbietern legten auch die deutschen Autobauer teils kräftig zu. Vor allem Mercedes sowie VW samt Tochtermarke Audi stiegen in der Gunst der amerikanischen Käufer. Dagegen enttäuschten BMW und Porsche.

Die Daimler-Kernmarke Mercedes-Benz verkaufte 19.179 Autos und damit knapp 27 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Besonders gefragt war die neue E-Klasse. Ein weiterer Teil des Erfolgs rührte aus der Einführung des Sprinter unter eigener Marke her, nachdem eine Vereinbarung mit der ehemaligen Tochter Chrysler ausgelaufen war. Diese hatte die Transporter in den USA als Dodge vertrieben. Sorgenkind von Daimler blieb allerdings Tochter Smart, die gerade noch 695 ihrer Zweisitzer absetzte.

Volkswagen blieb mit 23.543 Autos als Massenhersteller die stärkste deutsche Marke. Verkaufsschlager ist der Mittelklasse-Wagen Jetta. Hinzu kamen 9.205 Autos der Premiummarke Audi. Zusammen legten Mutter und Tochter mehr als ein Fünftel zu. VW will sein Engagement in den USA in den nächsten Jahren stark ausbauen und errichtet dort gerade ein eigenes Werk (wir berichteten).

Das jüngste Familienmitglied, Porsche, wurde dagegen lediglich 1.873 Autos los, fünf Prozent weniger als vor einem Jahr. Grund war insbesondere der Modellwechsel beim Cayenne, weshalb nur noch wenige Exemplare des Geländewagens von den Höfen der Händler rollten. Auch die neue Limousine Panamera konnte das Blatt letztlich nicht wenden.

Modellwechsel bremsen BMW ein

Der BMW-Konzern musste ebenfalls Federn lassen und fiel mit 17.859 Autos hinter den Stuttgarter Erzrivalen Mercedes zurück. Hinzu kamen 4.233 Kleinwagen der Tochter Mini. Alles in allem verlor der Konzern vier Prozent. BMW machte dafür vor allem Modellwechsel bei der 5-er Serie und dem Geländewagen X3 verantwortlich. "Der komplett neue 5-er erscheint diesen Monat auf dem Markt", brachte Nordamerika-Chef Jim O'Donnell seine Hoffnung auf Besserung zum Ausdruck.

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