Mit einschneidenden Sanierungsprogrammen im Gepäck haben die krisengeschüttelten US-Autobauer abermals versucht, den Kongress von neuen Milliardenhilfen zu überzeugen. Die Chefs der Opel-Mutter General Motors sowie von Ford und Chrysler begannen am Donnerstag, vor dem Bankenausschuss des Senats ihre Pläne für eine Neuausrichtung der ums Überleben kämpfenden Firmen zu erläutern. GM-Chef Rick Wagoner räumte in einer vorab veröffentlichten Stellungnahme ein, sein Unternehmen habe "Fehler" begangen. General Motors habe nicht rasch genug in spritsparende Modelle investiert. Als Schlüsselelemente des Sanierungsplans nannte Wagoner unter anderem verstärkte Investitionen in umweltfreundliche Modelle wie den Chevy Volt, eine Verringerung von Marken, Modellen und Verkaufsfilialen sowie mit Blick auf die Arbeitskosten "volle Wettbewerbsfähigkeit" mit ausländischen Konkurrenten bis 2012. Chrysler-Chef Robert Nardelli kündigte seiner vorab veröffentlichten Rede zufolge ebenfalls umweltfreundliche Modelle und Kosteneinsparungen an. "Chryslers langfristiger Produktplan ist robust, realistisch und grün", sagte er. Werde der Staatskredit gewährt, solle er von 2012 an zurückgezahlt werden. Zuvor war bekanntgeworden, dass die Krise schlimmer ist als bislang bekannt. Statt wie bislang 25 Milliarden Dollar fordern die drei Unternehmen nun 34 Milliarden Dollar an neuen Krediten.
Hoffen auf Staatshilfen: US-Autobauer erläutern Sanierungspläne
Die drei angeschlagenen US-Autobauer versuchen weiter den Kongress von neuen Milliardenhilfen zu überzeugen. GM und Chrysler bekannten sich vorab zu umweltfreundlichen Modellen. US-Demokraten warnen vor "Russisch Roulette" mit der Wirtschaft.