Die US-Autokonzerne General Motors, Ford und Chrysler verdienen einer Studie zufolge pro Auto im Schnitt rund 2.400 US-Dollar weniger als ihre japanischen Wettbewerber Toyota, Honda und Nissan. Der enorme Rückstand gehe vor allem auf hohe Rabatte und niedrigere Durchschnittspreise zurück sowie auf Unterschiede bei Design, Produktion und Arbeitskosten. Die am Montag vorgestellte Studie wurde vom angesehenen amerikanischen Autoexperten Jim Harbour verfasst. Im vergangenen Jahr habe Toyota 2.985 US-Dollar pro Auto mehr verdient als GM, 2.165 US-Dollar mehr als Ford und 1.570 US-Dollar mehr als Chrysler. Die Studie bescheinigte GM in diesem Jahr aber erhebliche Fortschritte. Der durchschnittliche US-Verkaufspreis der drei Anbieter aus Detroit lag mit 21.597 US-Dollar je Auto um elf Prozent unter dem der japanischen Produzenten. Hauptverantwortlich dafür seien die starken Preisnachlässe sowie der hohe Anteil der Verkäufe an Mietwagenfirmen und andere Flottenabnehmer, die 25 Prozent ihrer Autos abnehmen. Laut Untersuchung könnten durch eine stärkere Vereinheitlichung von Plattformen, Karosserien und Teilen Milliardenkosten eingespart werden. Toyota habe in den vergangenen fünf Jahren durch vereinheitlichte Komponenten rund 1.000 US-Dollar je Auto gespart. General Motors, Ford und Chrysler benötigten zudem mehr Arbeiter je produziertem Auto als die japanischen Konkurrenten. Der Bericht verwies auch auf Unterschiede bei Ferien, Feiertagen und Blaumachen. Hinzu kämen deutlich höhere Kosten für die Krankenkassen der Betriebsangehörigen und -rentner. (dpa)
US-Autobauer fahren japanischen Anbietern bei Kosten hinterher
Studie: "Big Three" verdienen durchschnittlich 2.400 US-Dollar je Auto weniger als die Konkurrenz aus Nippon