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Warnung vor Kollaps
US-Autobauer machen bei Milliarden-Forderungen Druck
Ohne staatliche Milliardenhilfe sehen die drei führenden US-Autobauer General Motors, Chrysler und Ford bis zu drei Millionen Arbeitsplätze bedroht. Mit Schreckensszenarien bei einem Kollaps der Branche untermauerten die Chefs der Hersteller ihre Forderung für einen weiteren 25-Milliarden-Dollar-Staatskredit. "4,5 Millionen Menschen hängen von dieser Industrie ab. Ohne Unterstützung könnten fast drei Millionen von ihnen binnen zwölf Monaten ihren Job verlieren", sagte Chrysler-Vorstandschef Robert Nardelli am Dienstag vor einem US-Senatsausschuss. Der Kredit sei nötig, "um die Liquiditätskrise zu überleben", appellierte Nardelli. Senatoren von Demokraten und Republikanern reagierten skeptisch auf die Aussagen von Nardelli, Ford-Chef Alan Mulally und des General-Motors-Vorstandsvorsitzenden Rick Wagoner. "Werden wir hier im Senat darum gebeten, einer stärkeren, wettbewerbsfähigeren Autoindustrie den Weg zu bereiten, oder darum, ein Scheitern am Markt endlos fortzusetzen?", fragte der Republikaner Richard Shelby. "Wir brauchen eine Versicherung, dass sie nicht in sechs Monaten zurückkommen und noch mehr verlangen", sagte der demokratische Senator Charles Schumer. Die US-Demokraten um den künftigen Präsidenten Barack Obama wollen das 700-Milliarden-Dollar-Rettungspaket der Regierung für die Banken anzapfen, um den schwer angeschlagenen Autobauern zu helfen. Der scheidende Präsident George W. Bush und die meisten Republikaner lehnen das ab. Sie wollen, dass die Autokonzerne frei über ein bereits bewilligtes Kreditpaket von ebenfalls 25 Milliarden Dollar verfügen können, das eigentlich für die Entwicklung sparsamerer Autos gedacht ist. Das jedoch wollen führende Demokraten und die Autobauer nicht. Der künftige US-Präsident Obama hatte sich für eine Unterstützung ausgesprochen, einen "Blankoscheck" aber abgelehnt.
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