Samstag, 26.05.2012
02.07.2010
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Juni-Absatz

US-Automarkt verliert an Tempo

Die US-Amerikaner haben im Juni ein wenig die Lust am Autokaufen verloren. Wieder aufgeflammte Sorgen über die wirtschaftliche Zukunft drückten auf die Stimmung. Die Hersteller schlugen zwar mehr Autos los als im Krisenjahr 2009. Doch von den glänzenden Geschäften der Vormonate konnten sie nur träumen. Die deutschen Autobauer stehen dabei noch recht gut da.

Nach Medienangaben rollten im Juni insgesamt 983.000 Neuwagen von den Höfen der amerikanischen Händler. Das sind 14 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im Mai, dem bisher stärksten Monat des Jahres, hatte die Branche allerdings noch rund 1,1 Millionen Autos unters Volk gebracht.

Die Kunden seien im Juni branchenweit zurückhaltender gewesen, stellte am Donnerstag der US-Statthalter von VW, Mark Barnes, fest. Volkswagen ist der einzige deutsche Volumenhersteller in den Vereinigten Staaten und bekam die Zukunftsängste der amerikanischen Mittelschicht direkt zu spüren. Von der Stammmarke verkauften die Wolfsburger weniger Wagen als im März, April oder Mai. Insgesamt waren es 21.051 Fahrzeuge – ein Plus von elf Prozent gegenüber dem Juni 2009.

Auch die Premiumtochter Audi konnte nicht an die ausgezeichneten Ergebnisse der Vormonate anknüpfen, wenngleich sie wie die Mutter mehr Wagen (8.601; plus 14,3 Prozent) losschlug als im krisengezeichneten Vorjahresmonat. Auch lag der Zuwachs im Jahresvergleich höher als bei den meisten amerikanischen oder asiatischen Konkurrenten. Dem Rivalen Mercedes ging es ähnlich – der Absatzsprung der Stuttgarter belief sich auf 25,4 Prozent (18.997 Fahrzeuge).

Porsche-Absatz mehr als verdoppelt

BMW konnte auch gegenüber dem Mai mehr Autos verkaufen, wobei der Monat außergewöhnlich schwach für die Bayern gelaufen war, weil die alte 5-er Serie auslief. Der Nachfolger verkaufte sich im Juni dafür umso besser. Inklusive Mini setzt die Gruppe mit 23.331 Fahrzeugen 11,9 Prozent mehr als vor einem Jahr ab. Porsche startete nach trüben Vormonaten wieder durch und verkaufte mehr als doppelt so viele Autos wie im Juni 2009 (2.141 Einheiten, plus 137 Prozent) auf. Der Renner war hier die Limousine Panamera.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Starke Nachfrage nach Pick-ups – Chrysler profitiert von Dodge

 
 
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