Februar-Absatz: US-Automarkt weiter im Sturzflug

04.03.2009 09:39 Uhr
Kein Hoffnungsschimmer am US-Markt.

Der Februar brachte den meisten Autobauern wieder drastische Einbrüche: Der GM-Absatz halbierte sich erneut, Toyota verlor über ein Drittel. Bei den deutschen Herstellern konnten kleinere Wagen die Talfahrt etwas abbremsen.

Der US-Automarkt fällt und fällt. Der Februar brachte den meisten Herstellern wieder drastische Einbrüche: minus 53 Prozent für die Opel-Mutter General Motors, minus 48 Prozent für Ford, minus 37,5 Prozent für den erfolgsverwöhnten japanischen Rivalen Toyota. Bei deutschen Autobauern konnten kleinere Wagen die Talfahrt etwas abbremsen. So verbuchte der Smart bei Daimler sogar ein Absatzplus, während die Verkäufe der Kernmarke Mercedes-Benz um fast ein Viertel abstürzten. Dies geht aus den Mitteilungen der Hersteller vom Dienstag hervor. Im vergangenen Monat brachen die Verkäufe insgesamt um 41 Prozent auf 688.000 Fahrzeuge ein. Das Marktforschungsunternehmen Autodata errechnete daraus einen Jahresabsatz von nur noch 9,1 Millionen Wagen – das wäre nochmals ein dramatischer Rückgang im Vergleich zu den noch gut 13 Millionen im vergangenen Jahr. Das war bereits der tiefste Stand in 15 Jahren. Bei General Motors halbiert sich der Absatz im Jahresvergleich inzwischen Monat für Monat. In diesem Februar verkaufte GM nur noch 126.170 Fahrzeuge. Die Entwicklung zeigt den beispiellosen Niedergang der US-Autoindustrie: Im gleichen Monat vor nur zwei Jahren hatte der Konzern noch knapp 312.000 Wagen abgesetzt. GM und der kleinere Konkurrent Chrysler hängen inzwischen am Tropf der US-Regierung und verlangen neue Milliardenhilfen. Chrysler verkaufte im Februar 66,658 Fahrzeuge – ein Minus von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ford kam auf einen Absatz von nur noch 96.044 Autos. Der zweitgrößte US-Autobauer drosselt als Reaktion die Produktion im zweiten Quartal auf 425.000 Fahrzeuge von 685.000 vor einem Jahr. Bei Toyota brachen die Verkäufe der Geländewagen um rund 45 Prozent auf gut 37.600 Fahrzeuge ein. Insgesamt kam der Konzern mit den Marken Toyota, Scion und Lexus auf 109.583 Wagen.

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