Samstag, 26.05.2012
16.02.2010
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Medien

US-Behörde zählt mehr Tote wegen Toyota-Pannen

Klemmende Gaspedale und rutschende Fußmatten bei einer ganzen Reihe von Toyota-Modellen sollen mehr Menschen das Leben gekostet haben als bisher bekannt. Die US-Behörde für Verkehrssicherheit zählt mittlerweile 34 Opfer, wie aus Daten der Behörde hervorgeht. Bislang war man von 21 Toten in den vergangenen zehn Jahren im Zusammenhang mit dem Problem ungewollter Beschleunigung ausgegangen. Der japanische Hersteller ruft weltweit mehr als acht Millionen Autos zurück. Die Untersuchungen liefen auf Hochtouren, sagte eine Sprecherin der Behörde. Die Beamten sammeln seit Jahren Hinweise von Bürgern auf Defekte bei Autos. Seitdem Toyota Millionen von Autos zurückruft und immer neue Probleme ans Licht kommen, ist auch die Zahl der gemeldeten Unfälle sprunghaft angestiegen. Dies sei normal, sagte die Sprecherin. Sobald ein Fall bekannt werde, nähmen auch die Beschwerden zu. Allein in den vergangenen drei Wochen gingen Berichte über neun weitere Unfälle mit 13 Todesopfern ein. Die Verkehrssicherheitsbehörde untersucht die Fälle gemeinsam mit dem Verkehrsministerium und mehreren Kongressausschüssen. Toyota muss sich vom 24. Februar an bei Anhörungen in Washington verantworten. Dabei soll vor allem geklärt werden, seit wann der Konzern von den gefährlichen Defekten wusste und wie er darauf reagiert hat. In Europa hat Toyota inzwischen zugegeben, schon 2008 habe sich eine ganze Reihe von Kunden wegen der klemmenden Pedale beschwert; 2009 sei daraufhin das Design bei der Produktion geändert worden. Wegen der Bremsprobleme bei 437.000 Hybridautos soll es allein in den USA zu 34 Unfällen mit sechs Verletzten gekommen sein. Tote gab es nach den Daten der Behörde jedoch keine. Zuletzt war es auch bei Pick-up-Trucks des Typs Tacoma zu Brüchen an der Antriebswelle gekommen. Klagewelle gegen Toyota in USA Toyota sieht sich wegen der Pannenserie in den USA mit zahlreichen Klagen konfrontiert. Als Kläger treten nicht nur Opfer von Verkehrsunfällen auf, sondern auch Toyota-Besitzer, deren Fahrzeuge nach Bekanntwerden der technischen Probleme weniger wert sind. Experten gehen von mehreren Milliarden Dollar aus, die Toyota das Debakel kosten wird. Der Hersteller hatte die Produktion anhalten und den Verkauf der problembehafteten Modelle zeitweilig stoppen müssen. Derzeit laufen die Reparaturen. Die Toyota-Werkstätten setzen ein Distanzstück am Gaspedal ein. Das soll die Reibung verringern und die Spannung auf einer Feder erhöhen. In den USA stehen rund 50 000 Wagen pro Tag auf den Hebebühnen. (dpa)

 
 
 
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