US-Bilanz 2005: BMW erfolgreichster deutscher Hersteller

05.01.2006 12:15 Uhr

Münchener verkaufen über 300.000 Fahrzeuge / Toyota ist den einheimischen Herstellern auf den Fersen

Die BMW Group fährt bei den Verkaufszahlen in den USA unter den deutschen Autobauern voran. Der Absatz der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce stieg um vier Prozent auf 307.020 Fahrzeuge. Bei der Kernmarke BMW legte der Jahresabsatz um 2,4 Prozent auf 266.200 Fahrzeuge zu, bei Mini um 13 Prozent auf 40.820 Einheiten. Dagegen hat Volkswagen im vergangenen Jahr auf dem weltgrößten Absatzmarkt erneut hohe Verluste erlitten. Nach dem Krisenjahr 2004 ging der Verkauf erneut um 12,5 Prozent auf 224.195 Autos zurück. Freude machte lediglich die Konzerntochter Audi, die um 6,6 Prozent auf 83.066 Fahrzeuge zulegte. Porsche und DaimlerChrysler meldeten bereits am Mittwochabend leichte Zuwächse für das abgelaufene Jahr (wir berichteten). Das "Dezember-Fieber" grassierte bei den beiden Konzernen dagegen gegenläufig zur Jahresbilanz. Für den letzten Verkaufsmonat des Jahres 2005 vermeldete VW knapp 20,4 Prozent mehr Auslieferungen (26.000 Einheiten), BMW dagegen ein Minus von 1,3 Prozent (28.900 Fahrzeuge). Heimvorteil schwindet Zwar liegen die amerikanischen Hersteller auf ihrem Heimatmarkt nach wie vor an der Spitze, doch ist Toyota mit seinen 2,26 Mio. Verkäufen in 2005 zumindest DaimlerChrysler (2,53 Mio.) bereits auf den Fersen. Der Absatz des weltgrößten Autoherstellers General Motors (GM) ist im vergangenen Jahr um vier Prozent auf 4,52 Mio. Fahrzeuge zurückgegangen. Wie der Hersteller in Detroit mitteilte, verlief auch das Dezember-Geschäft äußerst schwach. Der Konzernabsatz ging um zehn Prozent auf 392.041 Fahrzeuge zurück. Bei den Pkw-Marken betrug das Minus fast 20 Prozent, bei den schweren Geländewagen und Pickup-Trucks 4,9 Prozent. Der zweitgrößte US-Autobauer Ford hat im vergangenen Jahr auf seinem Heimatmarkt einen kräftigen Absatzrückgang von 4,9 Prozent hinnehmen müssen. Insgesamt seien 3,17 Mio. Fahrzeuge verkauft worden, berichtete Ford am späten Mittwochabend in Dearborn. Während der Absatz bei den Pkw-Marken zum ersten Mal seit 1999 wieder um zwei Prozent anzog, gab es bei den wichtigen Trucks (Pickups, Geländewagen) ein Minus von acht Prozent. Im Dezember schrumpfte der Konzernabsatz insgesamt um neun Prozent auf 267.881 Einheiten. Toyota hatte dagegen Grund zum Jubeln: Der Konzern übertraf damit erst zum zweiten Mal in seiner 48-jährigen US-Historie die Absatzmarke von zwei Mio. Fahrzeugen. Die Vorjahreszahl wurde um 10,1 Prozent überboten, teilte der japanische Autobauer mit. Im Dezember habe der Zuwachs 8,2 Prozent auf 203 279 Einheiten betragen. Insgesamt stieg der amerikanische Automobilabsatz 2005 geringfügig auf knapp 17 Mio. Autos. Das Geschäft litt unter erbarmungslosen Preiskämpfen, hohen Benzinpreisen sowie deutlichen Verkaufsrückgängen bei großen Geländewagen. Für 2006 rechnen die Autokonzerne mit gleich bleibenden oder leicht rückläufigen Verkäufen. (ng/dpa)

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