US-Jahresbilanz: Ernüchterung bei den Lokalmatadoren

04.01.2007 13:44 Uhr
Eine Berg- bzw. Talfahrt erlebten 2006 die deutschen und amerikanischen Hersteller am US-Markt.

Deutsche Hersteller durchweg im Plus / Toyota vor Chrysler auf Platz drei

Die amerikanischen Autokonzerne haben im vergangenen Jahr auf ihrem Heimatmarkt ihre Position nicht verbessern können. Dagegen wiesen die deutschen Konkurrenten steigende Absatzzahlen auf. Der weltweit größte Autohersteller General Motors (GM) setzte 2006 mit 4,1 Mio. Fahrzeugen neun Prozent weniger ab als im Jahr zuvor, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Detroit mit. Der Absatz der DaimlerChrysler-Tochter Chrysler sank in den USA um sieben Prozent auf 2,1 Mio. Fahrzeuge. Ford verkaufte im vergangenen Jahr mit 2,9 Mio. Fahrzeugen acht Prozent weniger als 2005. Der japanische Toyota-Konzern, der General Motors im laufenden Jahr wahrscheinlich als weltgrößten Autoproduzenten ablösen wird, steigerte den Verkauf auf dem US-Markt zwischen Januar und Dezember um 13 Prozent auf 2,5 Mio. Die deutschen Hersteller lagen 2006 durchweg im Plus. Mercedes-Benz erhöhte den Absatz in den Vereinigten Staaten um elf Prozent auf 248.080 Stück, musste im Dezember aber einen Verkaufsrückgang um zehn Prozent auf 28.115 hinnehmen. BMW konnte im Gesamtjahr 313.603 (Vorjahr: 307.020) Fahrzeuge verkaufen. Besonders gut liefen die Geschäfte im letzten Verkaufsmonat des Jahres: 33.417 vermarktete Einheiten bedeuteten ein Plus von 16 Prozent. Sowohl die Monats- als auch die Jahreszahl seien ein neuer Rekordwert, teilte BMW mit. Audi knackt 90.000er-Marke Volkswagen legte 2006 um 4,9 Prozent auf 235.140 Fahrzeuge zu. Die VW-Tochter Audi hat in den USA 2006 erstmals mehr als 90.000 Fahrzeuge verkauft. Die 90.116 verkauften Fahrzeuge sind ein Plus von 8,5 Prozent. Während Audi den neuen Rekordwert einem besonders guten Dezembergeschäft zu verdanken hat (11.897 Fahrzeuge, plus 34,6 Prozent), hatte VW vor Jahresende mit einem Absatzeinbruch zu kämpfen: Knapp 20.000 Auslieferungen waren gleichbedeutend mit einem Minus von 23,2 Prozent. Auch Porsche konnte 2006 in Nordamerika einen Absatzrekord einfahren. Ausgeliefert wurden 36.095 Fahrzeuge, sieben Prozent mehr als im Jahr davor, teilte der Hersteller mit. Besonders die Boxster-Baureihe habe dank Cayman mit plus 46 Prozent deutlich zugelegt. Die Verkäufe im Dezember lagen mit 2.947 Fahrzeugen knapp über dem Vorjahreswert von 2.944 Einheiten. (ng/dpa)

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