US-Markt: Deutsche mit überwiegend positiver Bilanz

04.04.2007 09:27 Uhr
Audi, Porsche, BMW und Mercedes-Benz legten zu, für VW sah es im März dagegen schlecht aus.

Kein Autofrühling für Detroit / VW-Absatz rückläufig / Audi, Porsche, BMW und Mercedes-Benz mit Zuwächsen

Die deutschen Autobauer haben im März in den USA eine überwiegend positive Bilanz verzeichnet. Während Audi, Porsche, BMW und Mercedes-Benz zulegten, war lediglich der VW-Absatz rückläufig. Die Bilanz von DaimlerChrysler wurde indes durch das erneut schwache Abschneiden der US-Marke Chrysler belastet und ging dadurch konzernweit zurück. Während Mercedes-Benz seine Verkäufe um knapp ein Prozent auf das Rekordniveau von 21.612 Neuwagen erhöhte, sank der seit Monaten schwächelnde Chrysler-Absatz um fünf Prozent auf 206.435 Autos. Konzernweit fiel der Absatz auf dem weltweit größten Automarkt im März dadurch um vier Prozent auf 228.047 Autos. Bei VW konnte der Zuwachs der Tochter Audi den Rückgang bei der Stammmarke Volkswagen nicht ausgleichen. Während Audi vor allem Dank des neuen Modells Q7 und deutlicher Zuwächse beim A4 um 14,7 Prozent auf 8.020 Autos zulegte, brach der VW-Absatz um 16,3 Prozent auf 17.355 Fahrzeuge ein. Verantwortlich hierfür war das schwache Abschneiden des Passats, dessen Absatz um 35 Prozent einbrach. Verhaltener Start des Porsche-Cayenne BMW erhöhte den US-Absatz im Berichtsmonat um 2,2 Prozent auf 28.980 Fahrzeuge. Während die Marke BMW ein Plus von 3,4 Prozent verzeichnete, sanken die Verkäufe des Mini um 5,1 Prozent. Zulegen konnte der Sportwagenbauer Porsche, dessen Verkaufszahl in Nordamerika um drei Prozent auf 3.461 Fahrzeuge wuchs. Vor allem der 911 war gefragt und konnte ein Plus von 18,8 Prozent verzeichnen. Der Start der überarbeiteten Version des Cayenne fiel dagegen verhalten aus. Mit 478 Fahrzeugen wurden 3,7 Prozent weniger abgesetzt als ein Jahr zuvor vom Vorgängermodell. Kein Autofrühling für US-Hersteller Für die US-Hersteller hat der Autofrühling wenig verheißungsvoll begonnen. Sie mussten im März auf dem heimischen Markt durchgängig deutliche Absatzrückgänge hinnehmen. Dagegen bleiben die asiatischen Autobauer im Vorwärtsgang. Bei General Motors fiel der Gesamtabsatz im März im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,2 Prozent auf 365.375 Stück, bei Ford um neun Prozent auf 264.975 Einheiten. Dagegen haben die japanischen und südkoreanischen Anbieter Toyota, Honda, Nissan, Hyundai und Kia ihren Vormarsch im weltgrößten Automarkt beschleunigt fortgesetzt. Toyota erhöhte den US-Absatz um 7,7 Prozent auf 242.675 Autos. Damit hat es Toyota noch nicht geschafft, Ford vom zweiten Platz in der amerikanischen Verkaufsrangliste zu verdrängen, was jedoch im weiteren Jahresverlauf geschehen dürfte. GM, Ford und Chrysler hatten im März nur noch einen US-Marktanteil von etwas über 51 Prozent. Der Gesamtabsatz aller in- und ausländischen Anbieter stieg im März gegenüber der entsprechenden Vorjahreszeit um knapp ein Prozent auf etwas über 1,5 Mio. Autos. Für das Gesamtjahr erwarten Autofachleute an der Wall Street ein unverändertes Verkaufsvolumen von rund 16,5 Mio. Autos. Der US-Automarkt war im März von der sich abschwächenden Konjunktur, hohen Benzinpreisen, dem starken Trend zu benzinsparenden Automodellen und massiven Rabatten geprägt. Insgesamt warteten alle Anbieter mit Rabatten und Verkaufshilfen von insgesamt 3,8 Mrd. US-Dollar auf. Dabei mussten Chrysler, GM und Ford 2,6 Mrd. US-Dollar hinblättern, um ihre Autos unterzubringen. Die japanischen Anbieter gaben 676 Mio., die europäischen 319 Mio. und die koreanischen 143 Mio. US-Dollar aus. (dpa)

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