Donnerstag, 09.02.2012
24.04.2009
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Medien

US-Regierung kurz vor Chrysler-Insolvenzantrag

Chrysler soll laut US-Medien bereits nächste Woche die Insolvenz beantragen. Der drittgrößte Hersteller Amerikas werde entweder eine Sanierung unter Gläubigerschutz versuchen oder endgültig abgewickelt. Über Chryslers Schicksal entscheide letztlich, ob der zur Rettung unter Hochdruck verhandelte Einstieg des italienischen Fiat-Konzerns klappt, berichteten das "Wall Street Journal" und die "New York Times" am Freitag. Den Informationen zufolge bereiten Chrysler und die US-Regierung für nächste Woche zunächst den Antrag auf eine Insolvenz mit Gläubigerschutz (Chapter 11) vor. Der Hersteller soll in dem Verfahren Altlasten abwerfen. Fiat könne sich zudem als neuer Partner aussuchen, welche Teile des Konzerns behalten und welche abgestoßen werden sollen. Laut "New York Times" könnte die Allianz mit Fiat notfalls auch im Insolvenzverfahren zu Ende verhandelt werden, falls dies vorher nicht mehr gelingt. Der italienische Autobauer ist auch an einer Mehrheit bei Opel interessiert, will aber zunächst über Chrysler entscheiden. Scheitert Fiats Einstieg bei Chrysler, würde dies den Berichten zufolge das schnelle Aus für den US-Hersteller bedeuten. Er wäre damit der erste der drei großen US-Autobauer, der zusammenbricht – mit erwarteten Schockwellen für die gesamte Branche. US-Präsident Barack Obama hatte Chrysler für einen endgültigen Sanierungsplan ein Ultimatum bis Ende April gestellt, GM bekam dafür bis Ende Mai Zeit. Eigentlich sollte Chrysler bis zum Ablauf der Frist auch die Fiat-Allianz unter Dach und Fach bringen. Allein ist Chrysler nach Ansicht der Regierung nicht überlebensfähig. Daimler hält noch knapp 20 Prozent an dem ehemals zum Konzern gehörenden Hersteller.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Gläubiger-Streit weiter ungelöst

 
 

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