Die US-Regierung hat mit der Prüfung von Möglichkeiten begonnen, die ums Überleben kämpfenden amerikanischen Autobauer vor dem drohenden Zusammenbruch zu bewahren. Beamte hätten bereits am Freitag die Firmenbücher unter die Lupe genommen, um den Umfang der benötigten Notkredite zu ermitteln, berichteten amerikanische Zeitungen am Wochenende. Auf Grundlage der Informationen werde man sich ein Bild machen und verschiedene Optionen abwägen, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses Medienberichten zufolge. Eine Entscheidung über das konkrete weitere Vorgehen sei aber noch nicht gefallen. US-Regierung und Finanzministerium hatten am Vortag den ums Überleben kämpfenden Autobauern Zugang zum 700 Milliarden Dollar schwere Rettungspaket für die Finanzbranche in Aussicht gestellt. Zuvor war im US-Senat am Widerstand der Republikaner ein Vorstoß gescheitert, dem Opel-Mutterkonzern General Motors, Chrysler und Ford ein Notkredit über 14 Milliarden Dollar zu gewähren (wir berichteten). Der republikanische Abgeordnete Fred Upton aus Michigan erwartet bereits in Kürze eine Entscheidung über die Stoßrichtung des Weißen Hauses. "Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es in den nächsten paar Tagen passiert", sagte der der Zeitung "Detroit Free Press" (Sonntagsausgabe). "Es muss etwas geschehen, denn sonst werden sie (die Autobauer) nicht bis zum Jahresende durchhalten."
Sanierung: US-Regierung prüft bereits Bücher von Autobauern
Auf Grundlage der Informationen will das Weiße Haus den Umfang der benötigten Notkredite ermitteln und verschiedene Optionen abwägen. Eine Entscheidung über das konkrete weitere Vorgehen ist aber noch nicht gefallen.