Die US-Regierung greift dem schwer angeschlagenen Autofinanzierer GMAC mit einer weiteren Finanzspritze von 7,5 Milliarden Dollar unter die Arme. Wie das Finanzministerium in Washington am Donnerstagabend (Ortszeit) mitteilte, sollen damit der Kreditfluss an Autohändler und -käufer sowie die Kapitalbasis des Unternehmens verbessert werden. Bei der jüngsten staatlichen Belastungsüberprüfung der 19 größten US-Finanzinstitute ("stress test") war für GMAC ein zusätzlicher Kapitalbedarf von 11,5 Milliarden Dollar festgestellt worden. Die neue Geldinfusion macht den Finanzierer zu einem der größten Nutznießer staatlicher Unterstützungsmaßnahmen: Die US-Regierung hatte GMAC Ende vergangenen Jahres bereits mit fünf Milliarden Dollar aufgemöbelt (wir berichteten). Das Finanzministerium erhofft sich von der zusätzlichen Spritze nach eigenen Angaben insbesondere erhöhten Kreditfluss an Händler und Kunden des Autobauers Chrysler, der zurzeit durch ein Insolvenzverfahren geht. Die Kreditklemme auf den Autofinanzmärkten habe dazu beigetragen, die Branche in eine historische Krise zu treiben, erklärte US-Finanzminister Timothy Geithner. Die Stützungsmaßnahmen würden die Stabilisierung der Märkte und damit die wirtschaftliche Erholung insgesamt fördern. (dpa)
Milliarden-Infusion: US-Regierung stützt erneut GMAC
Washington hängt den Autofinanzierer erneut an den Geldtropf. Die zugesagten 7,5 Milliarden Dollar sollen den Kreditfluss an Autohändler und -käufer sowie die Kapitalbasis des Unternehmens verbessern.