Neuwagenkunden in den USA achten beim Kauf verstärkt auf die Komfortausstattung des Fahrzeugs. Das ist ein zentrales Ergebnis der aktuellen APEAL-Studie des amerikanischen JD Power Instituts. "Zwar hat das Design nach wie vor den größten Einfluss auf die Fahrzeugwahl, aber immer mehr Käufer interessieren sich für neue Autos, die ihnen das Fahren angenehmer und praktischer machen", erklärt Chance Parker, Chefanalyst bei dem Marktforschungsinstitut. Angesichts der stetig wachsenden Modellflut würden Komfort-Features auch für die Hersteller zur Abgrenzung zum Wettbewerb immer wichtiger. Großer Gewinner des Zufriedenheits-Rankings ist in diesem Jahr die Toyota-Premiumtochter Lexus: So wurden die Modelle IS 300, GS 300, LS 430 und RX 400h jeweils zu den besten Fahrzeugen ihrer Klassen gekürt. Chevrolet, Kia, Honda und Nissan konnten je zwei Marktsegmente für sich entscheiden. Erfreulich aus deutscher Sicht: Die Mercedes C-Klasse war im "Entry Luxury Car Segment" nicht zu schlagen, und der Mini erhielt bei den Kleinwagen die Höchstwertung. Aus der jetzt veröffentlichten Studie geht zudem hervor, dass Modelle, die in der APEAL-Rangliste weit oben stehen, auch die gefragtesten sind. Folglich müssten für sie kaum Incentives im hart umkämpften US-Markt angeboten werden, hieß es. Beispielsweise stehe der Nissan Murano in Amerika durchschnittlich nur 47 Tage auf dem Händlerhof. Zum Vergleich: Der Mittelwert im Segment der mittelgroßen SUV beträgt laut Institut 72 Tage. Bei der so genannten APEAL-Studie ("Automotive Performance, Execution and Layout") hat JD Power in den USA 115.000 Neuwagenkunden über ihre Erfahrungen in den ersten 90 Tagen nach Fahrzeugkauf befragt. Diese beurteilen detailliert Kriterien wie Antrieb, Fahrverhalten, Komfort, Innenraum, Karosserie oder Klimatisierung. (rp)
US-Studie: Neuwagenkäufer schätzen Klima und Co.
Komfortausstattung wird bei Fahrzeugwahl immer wichtiger / Lexus viermal Segment-Sieger