Porsche hat bei einer Studie zur Qualität von Pkw in den USA vor Lexus und Hyundai überraschend den Spitzenrang erobert. Alle anderen deutschen Autohersteller schnitten unterdurchschnittlich ab. Urheber der seit 20 Jahren durchgeführten, stark beachteten Studie, für die rund 60.000 Neuwagen-Käufer befragt wurden, ist das Marktforschungsunternehmen J.D. Power and Associates. Im Vorjahr lag der Sportwagenhersteller aus Zuffenhausen noch auf dem fünftletzten Platz. Erstmals wurde in der Erhebung zwischen "Produktionsqualität" (Defekte und Funktionsstörungen) und "Designqualität" (Bedienbarkeit der Fahrzeugausstattung) unterschieden. Beide Kriterien flossen in das Endergebnis ein, wodurch Audi, Mercedes-Benz und BMW zum Teil dramatisch schlechter abschnitten als in den Vorjahren. VW lag erneut im hinteren Teil der Rangliste. JD Power wies darauf hin, dass das diesjährige Ranking aufgrund der neuartigen Befragung mit denen früherer Jahre nicht vergleichbar sei. Audi erreichte Platz 18 (Vorjahr: acht), Mercedes-Benz Rang 25 (sechs), BMW landete auf Platz 27 (drei). VW kam unter den 37 untersuchten Automarken auf den drittletzten Platz – im Vorjahr waren die Wolfsburger einen Rang besser platziert. Schlusslichter bildeten Isuzu und Land Rover. "Pkw sind heutzutage mit neuen Technologien ausgestattet, deren Bedienung kompliziert und frustrierend sein kann, wenn sie nicht sehr gut in das Fahrzeug integriert werden", sagte J.D. Power-Experte Joe Ivers. Für Konsumenten sei leichte Bedienbarkeit aber genauso ein Qualitätskriterium wie es technische Defekte seien. Beide Faktoren müssten bei einer Qualitätsstudie berücksichtigt werden, so Ivers. BMW etwa weise zwar neben Toyota die wenigsten Defekte und Funktionsstörungen auf. BMW-Kunden taten sich jedoch teilweise mit den Fahrzeugkontroll- und Anzeigefunktionen schwer. (pg) Eine Grafik zum Abschneiden aller Fabrikate ist rechts in der Downloadbox abrufbar.
US-Studie: Porsche mutiert zum Qualitäts-Primus
Neue Art der Befragung stellt Ergebnisse aus den Vorjahren zum Teil auf den Kopf / Audi, Mercedes-Benz und BMW als große Verlierer / Mit Download