Der neue vierjährige Tarifvertrag, über den rund 45.000 amerikanische Chrysler-Arbeiter bis Mittwoch abstimmen, scheint gefährdet. Die Arbeiter in mehreren US-Fabriken haben das von der Führung der US-Automobilarbeitergewerkschaft UAW (United Auto Workers) ausgehandelte Tarifabkommen in örtlichen Urabstimmungen abgelehnt. Frühe Abstimmungsresultate seien "gemischt" ausgefallen, schrieb die "New York Times" am Sonntag in ihrer Online-Ausgabe. Chrysler-Manager gehen nach Darstellung der Zeitung von einem knappen Abstimmungsergebnis aus, sie rechneten aber noch mit einer Annahme. Die Kritiker der Tarifvereinbarung monieren vor allem ein zweigleisiges Lohnsystem, das neu eingestellten Arbeitern, die nicht direkt in der Produktion beschäftigt sind, niedrigere Löhne bietet als den derzeitigen Arbeitskräften. Außerdem seien nicht die gleichen sicheren Investitionszusagen gemacht worden wie bei General Motors. Die GM-Arbeiter hatten einen ähnlichen Tarifvertrag vor wenigen Tagen gebilligt. Sollten die Chrysler-Arbeiter das Abkommen ablehnen, müssten die Tarifpartner an den Verhandlungstisch zurückkehren. Es steht auch noch eine Tarifvereinbarung bei Ford aus. Die dortigen Tarifgespräche dürften sich nach der Chrysler-Entscheidung intensivieren. (dpa)
US-Zeitung: Chrysler-Tarifvertrag in Gefahr
Abkommen in örtlichen Urabstimmungen mehrfach abgelehnt / Knappes Ergebnis erwartet