Staatshilfen: US-Zulieferer fordern Milliarden-Kredite

05.02.2009 07:30 Uhr

Nach den amerikansichen Autobauern verlangen nun auch die US-Zulieferer Staatshilfen in Milliardenhöhe. Laut einem Medienbericht belaufen sich die Forderungen auf 25,5 Milliarden Dollar an Krediten und Garantien.

Nach den US-Autobauern will nun auch die amerikanische Zulieferindustrie wegen der schweren Branchenkrise Milliarden an Staatshilfen haben. Die Forderungen summieren sich nach einem Bericht des "Wall Street Journal" vom Donnerstag auf 25,5 Milliarden Dollar (20 Milliarden Euro) an Krediten und Garantien. Ein US-Zuliefererverband mit 400 Unternehmen der Branche habe die Hilfen beim Finanzministerium beantragt. "Ohne sofortige Unterstützung für die Zulieferer drohen dem Land massive Jobverluste und der mögliche Zusammenbruch der gesamten Autobranche", warnte die Organisation der Zeitung zufolge in ihrer schriftlichen Anfrage. Die amerikanische Regierung sagte den beiden ums Überleben kämpfenden Autobauern General Motors und Chrysler bislang Notkredite von 17,4 Milliarden Dollar zu. Weitere 7,5 Milliarden Dollar flossen an eng mit den zwei Herstellern verbundene Autofinanzierer. Hohe Außenstände der Autobauer Der Zulieferverband Motor & Equipment Manufacturers Association (MEMA) verlangt den Angaben nach lediglich einen Teil der Gesamtsumme als direkten Kredit. Eine weitere Tranche soll indirekt über die Autobauer fließen, damit diese ihre Rechnungen bei den Zulieferern schneller bezahlen können. Ein dritter Teil soll die bereits jetzt hohen Außenstände der Autobauer bei der Branche garantieren. Im Schnitt geben die drei großen US-Autobauer pro Monat Verbandschef Neil De Koker zufolge 15 Milliarden Dollar für Teile der Zulieferer aus. In den nächsten Monaten werde diese Summe angesichts der Autoabsatzkrise aber auf fünf bis sieben Milliarden Dollar sinken. Im Januar waren die Verkaufszahlen auf dem US-Automarkt um 37 Prozent auf den niedrigsten Stand seit 1981 eingebrochen. (wir berichteten). (dpa)

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