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Matthias Wissmann will "jedes Gramm CO2 gleich besteuern."
VDA-Präsident Wissmann will einfache Kfz-Steuer
Der neue Präsident der deutschen Autoindustrie, Matthias Wissmann, hat in einem Magazininterview eine nach Schadstoffausstoß gestaffelte Kfz-Steuer gefordert. Die Steuer müsse auf dem Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) basieren und linear wachsen, sagte Wissmann dem Magazin "Auto Motor und Sport". Eine Bevorzugung oder Benachteiligung einzelner Fahrzeugklassen lehnte der CDU-Bundestagsabgeordnete und Präsident des Verbandes der deutschen Automobilindustrie (VDA) als zu kompliziert ab. "Ich bin der Meinung, dass jedes Gramm CO2 gleich besteuert werden sollte", sagte Wissmann in der an diesem Mittwoch erscheinenden Ausgabe der Zeitschrift. Das wäre eine klare, einfach verständliche Lösung. Die Automobilindustrie sei bereit, einer unbürokratischen Lösung in der CO2-Steuerfrage zuzustimmen. Auch eine Abschaffung der Kfz-Steuer und eine gleichzeitige Erhöhung der Mineralölsteuer sei denkbar. Wissmann kündigte an, dass die Autoindustrie den Dialog mit Umweltverbänden intensivieren werde. "Wir brauchen eine Mischung aus guter Kommunikation und zusätzliche Anstrengung in Forschung und Entwicklung." Wissmanns Vorgänger Bernd Gottschalk war im März mitten in der Klimaschutzdebatte überraschend zurückgetreten, nachdem ihm aus den eigenen Reihen Zaudern und Fehler in der Klima-Diskussion vorgeworfen worden waren. "Die alten Fronten zwischen Öko-Bewegung und Automobilindustrie habe ich nie für besonders intelligent gehalten", sagte Wissmann, der sich selbst als "gleichzeitig begeisterten Auto- und Radfahrer" bezeichnete. (dpa)
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(Foto: VDA)
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